Freitag, 29. Mai 2026, Hessische Allgemeine (Kassel-Mitte) / Lokalsport

RV Kurhessen überzeugt bei zwei Regatten

Pfingsten nach Bad Karlshafen

Da die Anmeldung zur Vogalonga 2026 nicht erfolgreich war, weil die Anmeldeliste geschlossen wurde, habe ich mir gedacht, dass eine Frustwanderfahrt nach Bad Karlshafen meine Seele wieder etwas ins Gleichgewicht bringen wird. Mit Johanna und Roland Wenzel und Jochen Meier war schnell ein Team gefunden. In dieser Zusammensetzung sind wir vor fünf Jahren vom Erfelder Altrheinarm bis Düsseldorf-Benrath gerudert.

Einfahrt zur Schleuse in Bad Karlshafen

Da bei der Lehrwanderfahrt im April das Gästehaus Tilly und das Restaurant Akropolis bereits getestet wurden, haben wir diese Zwischenstation unweit des Mündener RV genutzt. Leckeres Essen, gute Übernachtung, Frühstück optimierbar.
Die Schleusungen waren sehr zügig. In Wilhelmshausen und Bonaforth haben wir unser Boot durch die Bootsgasse getreidelt, was sehr flott funktionierte.

Die Schleuse geöffnet.

Am zweiten Tag genossen wir die Strömung der Weser. Wir waren treibend schneller als rudernd auf der Fulda. Wie bei einer Fahrt im Vorjahr sind wir durch die neue Schleuse in den Barockhafeb in Bad Karlshafen gerudert. Trotz des hohen Steges war das Herausnehmen der Werra gut möglich. Wir haben sie dann auf dem Steg geteilt und die beiden Hälften zum Anhänger getragen.
Nach dem Besuch einer Eisdiele wurde die Heimfahrt angetreten.

Dieter Haß

Lehrwanderfahrt Kassel – Bad Karlshafen

Zum Abschluss des letzten Obleute-Lehrganges wurde wieder eine Wanderfahrt nach Bad Karlshafen durchgeführt. Wir waren dieses Mal eine gemischte Gruppe, da auch einige Ruderfreunde der Uni dabei waren. Wir fuhren mit der Rheika und dem Uni-Boot Schwerin.

In die Kasseler Schleuse konnten wir schnell einfahren. Allerdings wurde die Ausfahrt durch eine Störung behindert, da sich das untere Schleusentor nicht vollständig geöffnet hatte. Nach einem längeren Kontakt mit Kassel-Wasser über die Rufanlage durften wir dann trotz der roten Ampel ausfahren. Allerdings gestaltete sich meine Rückkehr in die Rheika so, dass wir kenterten und die Schleuse schwimmend mit dem Boot an der Hand verließen. Das war ein toller Start! Wir hatten aber trockene Wechselwäsche dabei und saßen nach einer Weile mit trockener Wäsche wieder im Boot.

Mit der Schwerin (Uni) und der Rheika auf der Fulda

An der Schleuse Wahnhausen gab es das nächste Problem: Wir mussten umtragen, weil die Schleuse nicht wie früher üblich am 1. April wieder zur Verfügung stand, sondern erst am 13. April. Super! Die Zeit lief uns weg.

Trotzdem machten wir die geplante Mittagspause am Bootshaus der Uni Göttingen. Und wieder gab es ein Problem: Der Steg war noch nicht ausgebracht. So war das Anlegen wieder eine schöne Balance-Übung.

Aber an den Schleuse Wilhelmshausen und Bonaforth konnten wir die Sperrung ignorieren, weil wir ohnehin üben wollten, die Boote durch die Bootsgasse zu treideln, was auch sehr gut funktionierte.

So kamen wir noch rechtzeitig beim Mündener RV an, konnten die Boote dort lagern und hatten dann nur ca. zehn Minuten bis zum

Am Steg des Mündener RV

Tilly Hotel zu laufen. Wir hatten noch Zeit genug zum Duschen und trafen uns im benachbarten Restaurant Akropolis. Obwohl wir nun den ganzen Tag in Bewegung waren, hatten einige Probleme, die großen Portionen zu schaffen.

in der Schleuse Hann.Münden

Am Sonntag gab es dann noch die Durchfahrt durch die Schleuse zur Weser, die zügig passiert werden konnte. Dann trug uns die Strömung der Weser voran. In Gieselwerder gab es eine Mittagspause, denn dort gibt es einen Anleger, Sitzmöglichkeiten und öffentliche Toiletten in der Nähe. Nur das Café, in dem einige sich etwas zum Verzehr holen wollten, hatte geschlossen.

Mehr oder weniger müde erreichten wir den Sportboothafen in Bad Karlshafen. Sönke Siemßen war eingesprungen und holte uns mitp

dem Bootsanhänger ab, weil andere vorher getroffene Absprachen nicht umgesetzt worden waren. So konnten wir die Boote heimbringen und auch gleich wieder nach einer gründlichen Reinigung zurücklegen.

Es war eine harmonische Gruppe, mit der es Spaß gemacht hat zu rudern.

Photos: Anke Drohberg

Dieter Haß

Erste Nordhessische Rowletics setzen starkes Zeichen für den Rudernachwuchs

Am Samstagvormittag (28. Februar 2026) lieferten sich 85 junge Athletinnen und Athleten zwischen 11 und 14 Jahren in der Sporthalle der Hegelsbergschule einen vielseitigen Wettkampf – die ersten Nordhessischen Rowletics.
Die Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus sechs Kasseler Vereinen – Ruderverein Goethe-Gymnasium Kassel e.V., Ruderverein Heinrich-Schütz-Schule Kassel e.V.,  Ruderverein Friedrichsgymnasium Kassel e.V.,  Turn- und Ruderverein der Albert-Schweitzer-Schule Kassel e.V., Ruderverein des Wilhelmsgymnasium Kassel e.V., Ruderverein Kurhessen-Cassel 1890/1911 e.V. – stellten dabei nicht nur auf dem Ruderergometer ihr Können unter Beweis, sondern absolvierten auch allgemein-athletische Tests (z.B. den Japantest, den Kasten-Bumerang-Test und den Coopertest). Insgesamt wurde damit Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination gleichermaßen abgefragt. Parallel zur Veranstaltung bot sich die Gelegenheit, eine Sichtung für das regionale Talentförderzentrum durchzuführen – ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Nachwuchsarbeit in Nordhessen.
Den Anstoß für die Rowletics kam aus einer kurzfristigen Absage: Das vom Hessischen Ruderverband und seiner Jugendorganisation, der Hessischen Ruderjugend, geplante hessenweite Nachwuchsevent musste aus organisatorischen Gründen auf ein digitales und regional ausgerichtetes Format umgestellt werden. Eine Entscheidung, die vielerorts für Bedauern sorgte – insbesondere beim Ruderverein Goethe-Gymnasium Kassel. Umso erfreulicher war es daher, dass Organisation und Durchführung der Rowletics Nordhessen unter Leitung von Moritz Griesel und Sascha Richter (beide RVGG) in der Kürze der Zeit gemeinsam mit den Kasseler (Schul-) Rudervereinen so gut funktioniert haben.
Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch das tatkräftige Engagement aller beteiligten Trainerinnen und Trainer der Kasseler (Schul-) Rudervereine und der Eltern des RV Goethe-Gymnasium Kassel e.V., die für die Verpflegung sorgten. Für die Siegerinnen und Sieger des Tages hatte zudem der Laufladen Kassel als lokales Unternehmen einen Teil der Preise gestellt. Für diese Unterstützung bedanken wir uns bei allen beteiligten sehr herzlich.
Das Fazit zur Veranstaltung fällt somit einhellig positiv aus: sportlich fair, hervorragend organisiert und rundum gelungen!
Für Kurhessen werden nun die nächsten Wochen besonders spannend, wenn die Ergebnisse der Kinder des Vereins nicht nur im lokalen Vergleich, sondern auch beim hessenweiten Online-Wettkampf feststehen. Dabei lässt sich auf jeden Fall sagen, dass die junge Gruppe wirklich gute Leistungen gezeigt hat. So ist Melissa Röhn die schnellste Sportlerin auf dem Ergo über 250m gewesen und ihre Vereinskameradin Mila Schachtebeck war auch sehr weit vorne im Feld zu finden. Die Ergebnisse dazu erhalten wir dann leider erst auf der Kasseler Regatta. Aber auch die Jungs haben ordentlich Gas gegeben und die Trainingsgemeinschaft aus Kurhessen und Wilhelmsgymnasium konnte mit Vijay Shah, Vincent Fleury, Johannes Wehse und Lennart Lehmann (als jüngster der Gruppe) mit tollen Leistungen überzeugen. Damit war es auch für die Kinder ein tolles Erlebnis, das erste Mal die möglichen Gegner für die Regatten auf dem Wasser im Sommer kennenzulernen. Somit bleibt es für unseren Verein und die jungen Athleten spannend.
Sascha Richter

Team Kassel stürmt auf Platz 1 der Women’s Rowing Challenge 2026!

Wir haben es geschafft: Mit einer überragenden Gemeinschaftsleistung hat sich das Team Kassel gegen bundesweit 215 Vereine durchgesetzt und den 1. Platz erobert! Nachdem die Frauen des RKC 2025 bereits einen starken 2. Platz belegten, gab es dieses Jahr eine entscheidende Neuerung: Unter der Regie des Kasseler Regattavereins haben sich lokale Rudervereine zum „Team Kassel“ zusammengeschlossen. Ein toller Nebeneffekt: Durch die gemeinsame Aktion sind unsere Vereine noch ein großes Stück näher zusammengerückt.
Seit dem Start am 1. Januar gaben 286 Teilnehmerinnen – von Mädchen ab 12 Jahren bis hin zu Freundinnen und Kolleginnen – alles auf den Ergometern und erruderten beeindruckende 2.696.040 Meter. Ein riesiger Dank gilt dem Kasseler Regattaverein für die Organisation und jeder einzelnen Ruderin für diesen unglaublichen Teamgeist!
Große Siegerehrung & Party
Diesen Erfolg haben wir am 21. Februar gebührend gefeiert. Im Bootshaus der Rudergesellschaft Kassel 1927 e.V. kamen viele Teilnehmerinnen zusammen, um bei einem gemeinsamen Fingerfood-Buffet auf den Sieg anzustoßen.
Die Highlights des Abends:
  • Ehrungen der verschiedenen Altersklassen.
  • Besondere Auszeichnung der Newcomerin mit den meisten Metern.
  • Verlosung von 2× Schnupperrudern unter allen Teilnehmerinnen.
  • Feierliche Ausgabe der Urkunden.
Wir sind stolz auf diesen gemeinsamen Erfolg und den Zusammenhalt in Kassel – wir freuen uns schon auf die nächste Herausforderung!
Die Women’s Rowing Challenge ist ein bundesweiter Wettbewerb im Indoor-Rudern, der vom Deutschen Ruderverband (DRV) in Kooperation mit Concept2 veranstaltet wird. Ziel ist es, Frauen und Mädchen für das Rudern zu begeistern und gemeinsam so viele Meter wie möglich auf dem Ergometer zu sammeln.

Der Wettbewerb findet traditionell im Januar über vier Wochen statt. Jede Woche gilt es, eine festgelegte Zeitvorgabe zu absolvieren:
Woche 1: 8 Minuten
Woche 2: 15 Minuten
Woche 3: 22 Minuten
Woche 4: 30 Minuten

Anke Drohberg

Naveen ist nun auch Vize-Europameister

Bei den U23-Europameisterschaften in Račice in Tschechien wurde im Lgw-Doppelzweier Naveen Shah nun auch Vize-Europameister. Ein toller zweiter Erfolg für unser Mitglied mit seinem Partner Maximilian Rühling vom Mainzer RV unter der Leitung unseres Trainers Julian Weber. Der Verein ist stolz auf das Team.

Hier der Einlauf des Finales:

1 Norwegen: 06:38.04

2  Deutschland: 06:41.91

3 Österreich: 06:43.63

4 Polen: 06:48.15

5 Moldawien: 07:06.93

6 Ukraine: 07:14.37

Naveen ist Vizeweltmeister

Bei den U23-Weltmeisterschaften in Poznan errang Naveen Shah zusammen mit seinem Partner Maximilian Rühling vom Mainzer RV die Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier. Unser ganzer Verein ist stolz auf diesen Erfolg, und wir gratulieren den beiden Ruderern und unserem Trainer Julian Weber.

Dieter Haß

Vogalonga 2025

Mit seinem alten Verein, der RG Benrath, war Dieter Haß im Juni unterwegs. Zunächst wurden ein paar Ruderausflüge auf dem Luganer See, dem Comer See und dem Lago Maggiore unternommen, bevor es nach Venedig zur Teilnahme an der Vogalonga ging. Mehr als 7500 Wassersportler in ca. 1600 Booten trafen sich am Pfingstsonntag vor dem Markusplatz, um gemeinsam eine 30 km lange Runde um Burano herum, an Murano vorbei zurück über den Canale di Cannaregio in den Canale Grande zu fahren. Der Motorbootverkehr war in dieser Zeit gesperrt. Trotzdem gab es an der Einfahrt einen heftigen Stau, der nur mit einigen dafür eingesetzten Schwimmern abgewickelt werden konnte. Es war ein tolles Gefühl nach dem Durchqueren der Rialto-Brücke am Markusplatz die Medaillen in Empfang nehmen zu können.

Dieter Haß