Archiv der Kategorie: Allgemein

Neuer Sportbootführerschein im Scheckkartenformat

Ab 2018 ist es soweit. Der neue Sportbootführerschein im Scheckkartenformat wird ab 1. Januar 2018 das bisherige Führerscheindokument ablösen.
Bei Personalausweisen und KFZ-Führerscheinen hat das Kartenformat schon seit langem Einzug in Brieftaschen und Geldbörsen gehalten. Nun wird auch der Sportbootführerschein auf das sogenannte ID1-Kartenformat nach ISO-Norm 7810 umgestellt und erhält damit auch ein neues Design.
Weiterer Vorteil: Bisher hatten Inhaber von Sportbootführerscheinen beider Geltungsbereiche (See und Binnen) stets zwei Führerscheindokumente. Mit dem neuen Führerschein können beide Geltungsbereiche zukünftig auf einer Karte vereint werden.
Alle bisher erteilten Sportbootführerscheine bleiben weiterhin gültig. Wer seinen „alten“ Sportbootführerschein gegen das neue Kartenformat umtauschen möchte, kann dies ab Januar 2018 in den Geschäftsstellen der beiden beliehenen Verbände, DMYV und DSV, beantragen.
Der Sportbootführerschein wird als Internationales Zertifikat (ICC) nach der Resolution Nummer 40 UNECE für die Berechtigung zum Führen von Sport- und Freizeitfahrzeugen erteilt.
Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden:
https://www.elwis.de/DE/Sportschifffahrt/Sportbootfuehrerscheine/Sportbootfuehrerschein-Scheckkartenformat.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Quelle: Kostenfreier Service der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
Die Veröffentlichung erfolgt ohne Gewähr, es gilt der Haftungsausschluss von ELWIS/ELWIS-Abo.

Vermittlungskonzept der documenta 14

Silvia Bartnik und Bettina Schmid-Rabe hatten wieder einmal zum Gemeinschaftsabend am ersten Mittwoch im Monat eingeladen. Dies mal lockten sie mit dem Impulsvortrag zum Vermittlungskonzept der documenta 14 von Frau Amelie Jakubek eine größere Gruppe in das Bootshaus.

Als Thema war

Eine Erfahrung: Was verschiebt sich? Was treibt hin und her? Was bleibt?
Drei Fragen, die den forschenden Charakter von „eine Erfahrung“, dem Vermittlungsprogramm der documenta 14, bestimmen.

vorgegeben.

Doch schnell entwickelte sich eine interessante Diskussionsrunde. Sie war davon bestimmt, dass einige Mitglieder bereits unterschiedliche Erfahrungen mit der aktuellen Documenta gemacht haben und vor allem auch die früheren Ausstellungen aufmerksam beobachtet hatten und somit vergleichen konnten.

Natürlich drehten sich viele Wortbeiträge um die Frage „Was ist Kunst?“. An der Vorbereitungen der Choristen, die die Spaziergänge durch die Ausstellung begleiten, wurde Kritik geübt. Amelie Jakubek (siehe Bild) erläuterte das Konzept, in dem nicht die Wissensvermittlung und die Information über Hintergründe sondern das wechselseitige Gespräch gefördert werden soll.

So setzte auch die Runde im Bootshaus die Diskussion fort. Empfehlungen dazu, wo sich ein Besuch mehr oder weniger lohnt, wurden ausgetauscht.

Insgesamt überwog allerdings insbesondere im Vergleich mit der letzten Documenta die Kritik am aktuellen Angebot. Viele Exponate laden den Betrachter nicht zu einer intensiveren Beschäftigung mit der eigenen Aussage ein.

Aber letzten Endes muss sich jeder Besucher selbst eine Meinung bilden. Weitere Informationen kann man unter http://www.documenta14.de/de/public-education/ nachlesen.

Dieter Haß

Webadressen werden reduziert

Neben unserer Webadresse www.rvkurhessen-cassel.de gab es noch die Adressen www.creditreform-achter.de, www.kasselachter.de und www.kurhessenachter.de. Die Inhalte sind schon seit Jahren nicht mehr aktuell. Deswegen werden diese Adressen jeweils zum Ablauf der Laufzeit gelöscht. Sollte es neue Beiträge geben, die diesem Bereich zuzuordnen sind, werden sie in die bestehende Webpräsenz integriert.

Nachruf: Gerd Michael Brach 16.10.1934 – 20.03.2014

Gerd-Michael Brach

Gerd Michael Brach

Unser Ruderkamerad Gerd Michael Brach, Rechtsanwalt und Notar, verstarb im Alter von 79 Jahren am 2o. März 2o14 in Kassel.

Gerd Michael hat dem Ruderverein Kurhessen-Cassel 1890/1911 e.V. im besonderen Maß gedient.

Er hat 2o Jahre lang als Vorsitzender des Vereins hohe Verantwortung getragen und wesentliche Entscheidungen für den Fortbestand des Rudervereins vorbereitet und im Vorstandskreis getroffen und diese Entscheidungen dann vor allem als geschickter Organisator und „Macher“ konsequent, beharrlich und mit außergewöhnlichem Engagement erfolgreich umgesetzt. Dabei hat er einen wesentlichen Teil seiner Lebenszeit,- Zeit, als das Wertvollste, was man geben kann- , für den Verein eingesetzt.

Der Verein hat Gerd Michael Brach sehr viel zu verdanken; und deshalb hat er ihn auch nach Beendigung seiner aktiven Vorstandszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Erst relativ spät, im Alter von 38 Jahren, ist Gerd Michael durch unseren Ruderkameraden RA Schröder, in dessen Rechtsanwaltspraxis Gerd Michael eingetreten war, zur Ruderei gekommen. Bereits nach 5 Jahren Mitgliedschaft hatte sich Gerd Michael als aktiver Ruderer und geschätzter Kamerad und Freund viel Anerkennung erworben, so dass er 1977 zum Vorsitzenden des Vereinsvorstands gewählt wurde und dieses Amt dann 2o Jahre lang bis 1997 ausübte.

In seiner Amtszeit wurden insbesondere entscheidende Umbauten des Bootshauses vorgenommen sowie die Vereinigung des Ruderklubs Kurhessen mit dem Ruderverein Cassel zum heutigen “Ruderverein Kurhessen- Cassel 189o/1911“ vollzogen.

Über die Führung des Vereins hinaus hat sich Gerd Michael für den Sport in Kassel und Nordhessen als langjähriger Vorsitzender des Sportkreises Nordhessen eingesetzt. Sein unermüdlicher Einsatz wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen sowie mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande gewürdigt.

Neben der Ausübung aller seiner Ämter und sonstigen Verpflichtungen schaffte es Gerd Michael, jährlich bis zu 15oo km zu rudern. Dies geschah vor allem durch das Rudern im spaßhaft „Mergel-Vierer“ genannten Boot, in dem die als etwas ausgezehrt oder ausgemergelt aussehenden, aber kernig-kraftvollen Ruderer Wolfgang Thümmler, Rainer Kaernbach, Bernhard Selting und Jürgen Stoltze saßen.

Das Boot dieses besonders engen Freundeskreises nahm sehr erfolgreich an vielen Langstreckenregatten teil und bildete dann auch den Kern des Langstrecken-Achters des Vereins.

Hinzu kamen ausgedehnte Wanderruderfahrten auf deutschen Flüssen wie u.a. auch auf der Donau bis Budapest, auf der Saone und Seine sowie auf der Themse und dem Vierwaldstättersee.

Das Vereinsleben begleitete Gerd Michael –sooft es ging zusammen mit seiner Ehefrau Johanna– auch nach Beendigung seiner Vorstandszeit weiterhin mit hohem Interesse und Engagement. Er bezog in Diskussionen und Entscheidungen zu wichtigen Vereinsangelegenheiten eindeutige Positionen und vertrat sie beharrlich, – und scheute, wenn es denn sein musste, auch keine Konfrontation.

Bis zu seinem Tode blieb Gerd Michael Brach ein aktiver und vor allem begeisterter Ruderer. Im Jahr 2o13 hat er noch fast 9oo km mit dem Boot zurückgelegt. Und noch zwei Tage vor seinem Tod „ruderte“ Gerd Michael im Bootshaus am Ergometer seine 1o Trainingskilometer herunter, -sein letztes Rudern, das er zusammen mit drei Freunden, Wolfgang Thümmler, Dr. Rudolf Knauff und Frank Oberbrunner, wie immer mit Freude und Ehrgeiz leisten konnte.

Es kann sicherlich zum zu frühen Tod unseres Ruderkameraden als tröstlich empfunden werden, dass Gerd Michael die Gnade erfahren durfte, bis zum Schluss fit zu sein und seinem geliebten Rudersport nachgehen zu können. Altersbedingtes Leiden und Pflegebedürftigkeit blieben im erspart; er, der aktive Ruderer und „Macher“, hätte dies wohl auch nur besonders schwer ertragen können. Der Tod ereilte ihn bei der Pflege seiner geliebten Bienenvölker im Garten seines Hauses. Die Ruderei und seine Bienen waren wesentliche Leidenschaften seines Lebens; -aus beiden schöpfte er bis in die letzten Stunden seines Lebens viel Freude und Zufriedenheit.

Gerd Michael Brach hat im Verein tiefe Spuren hinterlassen; er hat ihn mitgeprägt. Unser Ruderkamerad und Freund wird unvergessen bleiben.

Schurri, Gerd Michael!

Eike Müller-Elschner

Nachruf Rolf Jentzsch 20.3.1940 – 2.10.2013

Berlin 1969 - Hans Dönges und Rolf Jentzsch

Berlin 1969 – Hans Dönges und Rolf Jentzsch

Rolf Jentzsch, ein Ehrenmitglied des Vereins, ist verstorben. Ehrenmitglied wird man nicht so ohne weiteres. Man muss schon etwas Besonderes geleistet haben. Und das hat er auch. Er hat nicht nur die Wanderruder-Kilometerstatistik erheblich mit nach oben gezogen, u.a. durch ausgedehnte Wanderfahrten in Frankreich, Dänemark und Berlin, sondern hat insbesondere auch als  Architekt viele Baumaßnahmen für unseren Verein geplant, ausgeführt und/oder mit Rat und Tat begleitet. Der Verein hat ihm Einiges zu verdanken. Er hat in mehrfacher Weise Spuren hinterlassen. Und deshalb wurde ihm in Würdigung seiner Leistungen auch die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Rolf Jentzsch kam im Jahr 1964 aus Berlin nach Kassel und arbeitete hier in einem Architekturbüro. Der Beruf brachte ihn mit dem Kurhessen „Charly“ Weitzel zusammen. Und Charly holte Rolf in den Verein und brachte ihn mit seinen freundschaftlich eng verbundenen Ruderkameraden Rudi Meister, Hans Dönges und Werner Dietrichs zusammen, mit denen Rolf von nun an im In- und Ausland ausgedehnte Wanderfahrten unternahm. Der Freundeskreis erweiterte sich durch das Rudern sehr schnell. Insbesondere mit Burkhard Zellmer, Klaus Engelhardt, Dieter Dönch, Dr. Rudolf Schönherr, Heinz Hildebrandt, Jochen Schubert, Peter Dürer war Rolf Jentzsch auf dem Wasser, beim Kegeln und bei Vereinsveranstaltungen zusammen. An die Barkenfahrten mit Rolf auf der Weser und an das Rudern in Berlin, auf Rolfs Heimatgewässern, und an die damit verbundenen vielen fidelen Stunden denke ich noch heute besonders gern zurück.

Rolf war sehr gesellig, er liebte es, in vertrauter Runde beim Bier zusammenzusitzen. Und er konnte dabei so herrlich fabulieren. Er hatte immer einen Witz parat, den er oft in kleine Geschichten umwandelte und in seinem ausgeprägten Berliner Dialekt und mit seinem verschmitzten Lachen vortrug.

Aufgrund dieser Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch aufgrund seines ausgesprochenen Organisationstalents lag es nahe, ihm das Amt des Festwarts anzutragen; und er übte das Amt kompetent, erfolgreich und lange aus.

Rolf Jentzsch hatte sich bald in Kassel als Architekt selbständig gemacht. Das große Vertrauen, das er sich sehr schnell in seinem durch die Ruderei geschaffenen Freundeskreis erworben hatte, dokumentierte sich besonders deutlich darin, dass sich ein Kurhessen- Ruderer von Rolf sein Haus bauen ließ. Und das war sein Freund und unser Ehrenmitglied Rudi Meister. Zugleich war es Rolfs erstes in Kassel gebautes Privathaus.

Sein Unternehmen in Kassel, und später auch in Erfurt, baute er kräftig aus. Rolf war ein erfolgreicher Unternehmer. Aber er zahlte dafür leider auch den üblichen Preis: weniger private Zeit –kaum Zeit mehr für die Ruderei. Aber wenn er vom Verein als Architekt angesprochen wurde, wenn es um Bauplanungen und Baumaßnahmen für den  Verein ging: dann war er da, hat geholfen, tatkräftig und großzügig. Rolf war ein Macher. Und auch die im Ruderverein entstandenen Freundschaften hielt und pflegte er so gut es ging – bis zu seinem Tod.

Ein engagierter, verdienstvoller Kurhesse, ein Freund und ein Kumpel ist von uns gegangen.

Eike Müller-Elschner

Wir trauern um unsere Ruderkameradin Anni Weißmann * 21.03.1928 † 10.11.2013

Anni Weißmann

Anni Weißmann

Im November letzten Jahres verstarb unsere liebe Ruderkameradin Anni Weißmann im 85. Lebensjahr.

Anni war ein Urgestein der Kasseler Frauenruderszene und als junge Frau eine der erfolgreichsten deutschen Ruderinnen.

Bereits 1949 trat sie als aktive Trainingsruderin in die von Cläre Trimpert im Ruder-Verein Cassel (RVC) neu gegründete Damenabteilung ein.

Durch Annis außergewöhnliches Rudertalent stellten sich mit Trainingsfleiß in den darauf folgenden Jahren von 1950 bis 1957 viele Siege in den verschiedensten Bootsklassen – hauptsächlich im Frauen Doppelvierer – ein.

Aber Annis Leidenschaft war das Einerrudern – „Frauen-Stilrudern“ und „Frauen-Schlagzahl-rudern“ erfüllten sie nicht. Sie suchte die Herausforderung des Wettkampfs – Bord an Bord. So gewann sie 1954 auf der Giessener Regatta und 1955 in Bremen jeweils die Rennen im „Jungmann-Einer“ und den „Frauen-Senior-Einer“. Das ihr zur Verfügung stehende Boot war ein Alu-Einer-Rennskiff des RVC mit dem legendären Namen „Kalorie“ aus der Hann.-Mündener Bootswerft von Karl Dix.

Auch privat hatte Anni ihre Liebe im RVC gefunden und mit unseren heute noch immer sehr erfolgreichen Veteranenruderer Rudi Weißmann den Bund fürs Leben geschlossen.

Alle, im RVC aufgewachsene Kinder haben Anni aufs innigste geliebt. Sie hatte ein großes Herz für die Kleinen und hielt immer etwas Süßes oder Geld für ein Eis bereit.

Krankheitsbedingt konnte Anni das Kasseler Ruder- und Regattageschehen die letzten Jahre leider nur noch vom Bootshaus aus beobachten – das tat sie stets mit großem Interesse und Sachverstand.

Der Ruderverein Kurhessen-Cassel (RKC) hat mit Anni Weißmann eine starke, tapfere und treue Ruderkameradin verloren. Wir wollen ihr Andenken bewahren!

Bernd Lehmann

Vor zehn Jahren: Es stand im Schurri

2004 bei der Jahreshauptversammlung wurde unser Ältestenrat gewählt, und zwar folgende Mitglieder: Dr. Hannelore Freudenberg, Doris Klotz, Hanns-Dieter Gerdum, Reinhard Kaernbach, Rudi Meister, Wolfgang Thümmler und Hans Vollmann.

Mittlerweile erfolgte ein Wechsel, Hans Vollmann ist ausgeschieden und Bernd Lehmann eingewählt.

Der Magistrat der Stadt Kassel hat beschlossen, Herrn Klaus Engelhardt mit der goldenen Sportplakette zu ehren, aufgrund langjähriger Verdienste um den Sport in der Stadt Kassel, dies geschah am Mittwoch, dem 28. Januar 2004, vor ca. 40 geladenen Gästen in den Räumen des Rudervereins.

Stephan Gerlach übernimmt Vorsitz im Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel, der Kreisjugendwart wurde einstimmig gewählt.

Klaus Försterling referierte beim Neujahrsempfang über „ 500 Jahre Staatstheaterorchester Kassel“.

Ingeborg Wunderlich