Archiv der Kategorie: Breitensport

Schmorell-Schüler wagen sich auf Fulda

Rudertour mit Handicap – Schmorell-Schüler wagen sich auf Fulda

Schmorell-Schüler wagen sich auf Fulda

Starke Ruderer: Dennis Schülbe, Lehrerin Dörte Flaschmann, AndreMalkeit, David Chudy, Tobias Schmerfeld, Nasar Renz (im Rollstuhl) und Lehrer Bastian Lehmann (v.li.) auf der Pritsche des Bootshauses.

Nasar Renz sitzt im Rollstuhl. Der 17-jährige Schüler kann ohne fremde Hilfe nicht laufen. Früher, so erzählt er, konnte er nicht mal sitzen oder essen. „Ich konnte gar nix als kleines Kind“, berichtet er, während er seinen Rollstuhl über das Gelände des Rudervereins Kurhessen steuert. Cerebralparese, Museklverkrampfungen, die Spastiken ähneln, machen ihm zu schaffen. Doch seiner Behinderung zum Trotz ist er einer von fünf Alexander- Schmorell-Schülern, die im Rahmen einer Projektwoche den Rudersport kennenlernen wollten. Die Förderschullehrer Bastian Lehmann und Dörte Flaschmann haben das Projekt in ihrer Schule angeregt und damit einen vollen Erfolg gelandet. An vier Tagen wurden die jungen Sportler mit der völlig unbekannten Sportart vertraut gemacht. „Gerudert hab ich noch nie, aber ich war schonmal an der Fulda,“ sagt einer der Fünf.

Nachdem zunächst Ausrüstung, Boote und Umgebung kennengelernt wurden, ging’s nach zwei Tagen ins Boot. „Das war am Anfang sehr schwierig, aber dann hat’s voll Spaß gemacht,“ erklärt Tobias Schmerfeld. Wie alte Ruder-Hasen gehen die Fünf mit dem Boot um, Nasar Renz wird aus dem Rollstuhl in den Rudersitz gehoben, dann geht’s los.

„Die Begeisterung der Kinder ist spürbar,“ ist auch Schmorell-Rektor Karl-Ludwig Rabe begeistert. „Der Lernzuwachs, das soziale Erleben und die Motivation – das ist fantastisch.“

Auch die Lehrer haben Überraschungen erlebt: „Wie schnell die Kinder gelernt und verstanden haben – toll“, so Lehmann. Gerade er selbst, der auch aktiv Wassersport betreibt weiß, wie komplex Rudern ist. „Dafür lief es super.“

Jetzt strebt die Schule eine Kooperation mit dem Ruderverein Kurhessen an: „Das ist genau das, was mir schon lange vorschwebte“, signalisiert Kurhessen-Vorsitzender Frank Oberbrunner seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Sport an der frischen Luft, Training im Team, gesunde Bewegung: Rollstuhlfahrer Nasar Renz verbindet mit dem Sport auch seine eigenen Hoffnungen. „Vielleicht kann ich ja, wenn ich fleißig weiter trainiere und meine Beinmuskeln stärke, irgenwann alleine an Krücken laufen,“ hofft er. Dann rollt er Richtung Bootssteg, es geht wieder aufs Wasser. Da will er nicht fehlen.

Quelle: ExtraTip

Presseschau: Rudertour mit Handicap – Schmorell-Schüler wagen sich auf Fulda (PDF)

Der Vorstand 2011 Dr. R. Knauff, J. Wenzel, F. Oberbrunner, I. Wunderlich, A. Baumgärtner

Neu im Vorstand: Johanna Wenzel zuständig für Breitensport

Der Vorstand 2011 Dr. R. Knauff, J. Wenzel, F. Oberbrunner, I. Wunderlich, A. Baumgärtner

Der Vorstand 2011 Dr. R. Knauff, Johanna Wenzel, F. Oberbrunner, I. Wunderlich, A. Baumgärtner

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden,

als ich gefragt wurde, ob ich den Vorsitz Breitensport übernehmen möchte, war meine spontane Reaktion: Das kann ich doch gar nicht! Nach langem Abwägen des Für und Wider war ich aber doch zu der Überzeugung gelangt, dass ich mich dieser reizvollen und schwierigen Aufgabe stellen möchte. Natürlich kann ich dies nicht in dieser perfekten Art, wie es Irene so lange Zeit gemacht hat. Wie Ihr wisst, bin ich ausschließlich Breitensportlerin, habe nur Grundkenntnisse das Bootsmaterial betreffend und vom Leistungssport habe ich wenig Ahnung. Ich habe aber wohl meine Meinung dazu. Außerdem habe ich große Hochachtung vor den Rennsportlern mit ihrem Kampfgeist, ihrer Nervenstärke, ihrem Siegeswillen. Es ist mir klar, dass diese jungen Ruderer und Ruderinnen auch gutes Material brauchen, um Siege für sich und den Verein einfahren zu können. Ein Handwerker kann auch nur gute Arbeit leisten, wenn er gute Hilfsmittel zur Verfügung hat. Im Verein hat daher die Gemeinschaft auch die Aufgabe, den Sportlern dabei zu helfen.

Im Herbst 1999 bin ich zum Rudern über unsere häusliche Nachbarschaft gekommen. Die Gemeinschaft, die Bewegung, die frische Luft – auch das Glas danach – haben mir einen Ausgleich zum Alltag gegeben, auf den ich nicht mehr verzichten möchte. In dieser Zeit ist viel geschehen, Erfreuliches und weniger Erfreuliches. Zum weniger Erfreulichen gehört, dass immer weniger Gespräche stattfinden, keiner scheint mehr Zeit auf ein gemeinsames Ausklingen des Ruderns zu haben. Es scheint, jeder fürchtet die Nähe des anderen mit seinen Besonderheiten, vielleicht auch Schwierigkeiten. Wir alle haben unser Handicap und brauchen vielleicht jemanden, um ins Unreine reden zu dürfen. Auch dafür brauchen wir eine freundliche Gemeinschaft, wie es ein Verein auch sein kann. Konkurrenz und Kritik haben wir im Alltag genug. Wir kommen zum Rudern, um durch körperliche Betätigung den Alltagsballast abzuwerfen. Wir kommen freiwillig, um Schönes zu erleben! Wir sind freiwillig präsent im Verein, um mit netten Menschen unsere Batterien wieder aufzuladen. Wir rudern die Hausstrecke, wir planen kleine und größere Wanderfahrten, nicht weil wir müssen, sondern weil es uns Freude macht. Es macht aber nur Freude, wenn auch jeder bereit ist mitzuhelfen und mitzumachen, die Potentiale im Verein lebendig zu erhalten. Dabei kann der Stammtisch, der sich wohl guten Zuspruchs erfreut, eine gute Möglichkeit sein.

Die beste Möglichkeit ist aber das regelmäßige Rudern. Wir haben mehrere Jahre versucht, z. B. durch den Spättermin am Mittwoch den Mitgliedern mit langen Arbeitszeiten eine Rudermöglichkeit zu bieten. Leider versandete die Nutzung immer mehr, sodass ich es mir wünsche, wieder gleiche Ruderzeiten zu haben: 17.45 Uhr am Steg 18.00 Uhr im Boot. Da muss man nicht lange überlegen, sondern man weiß, wann jemand zum Rudern da sein wird mit der Verpflichtung: Keiner bleibt zurück. Und in den Sommermonaten könnten sich wieder Ruderer zusammenfinden für ein Feierabendrudern um 19.30 Uhr. Vor allem aber will ich, was in meinen Kräften steht, dazu beitragen, dass diese Rudertermine wieder besser besucht werden, als dies die letzten Sommer der Fall war. Dienstag und Donnerstag treffen sich ja viele am Bootshaus. Aber ich wünsche mir, dass sich wieder einige Aktive finden, die vor allem Montag, Mittwoch und Freitag – wie früher die Masters – sportliches Rudern betreiben und das Gelände mit Leben erfüllen. Wer sich angesprochen fühlt, möchte sich doch einfach melden.

Es gibt sicherlich noch viele Möglichkeiten, uns allen eine rudersportliche Heimat zu bieten. Dabei freue ich mich auf konstruktive Kritik, weil wir nur so noch viele Ideen entwickeln können. Bringt Euch ein, ich habe ein offenes Ohr für Anregungen, auch für leise Töne. Ich wünsche uns Mut unsere Freude und Offenheit zu zeigen, ich wünsche uns Mut unsere Herzlichkeit zu zeigen, damit die Stimmung im Bootshaus eine frohe Stimmung sein kann.

Ich freue mich auf Eure Mithilfe.

Schurri! Johanna Wenzel

Achter im Wettstreit

Breitensport: Übungstest am 29.08.2010

Achter im Wettstreit

Achter im Wettstreit

Wahrscheinlich war der Regen am Morgen daran schuld, dass sich um 14 Uhr nur eine Handvoll mutiger Ruderer am Verein einfand. Der Regen setzte jedoch einen Moment aus, sodass der Männereiner und der Frauendoppelzweier ausgefahren werden konnten. Nach einem kurzen, aber heftigen Schauer, der noch mehr Zuschauer vertrieb, konnte der Skullachter gegen den Riemenachter antreten. Im ersten Durchgang kam es zum Zusammenstoß der beiden Boote, dieser Lauf wurde wiederholt. Im zweiten Durchlauf sowie nach dem Bootstausch konnte die gleiche Mannschaft überzeugen.

Ergebnisse:
Vereins-Frauen Doppelzweier: 1. Lea Spohr und Sara Ruhs, 2. Dana Zeise und Lena Seibel
Vereins-Männer Einer: 1. Matthias Kielhorn 2. Arne Baumgärtner 3. Fabian Scheler
Spaßrennen Frauenvierer mit Steuerfrau gegen Einer: 1. Matthias Kielhorn
Vereins-Riemen-Skull-Wechsel-Achter: 1. Maike Meywirth, Frieder Werner, Jürgen Sasse, Bastian Lehmann, Matthias Kielhorn, Lucia Zahradnicek, Matthias Kompfe, Fabian Scheler und Steuerfrau Sara Ruhs.
Maike Meywirth

Anrudern

Für viele ganz überraschend: Anrudern am 09.05.2010 Dass der Kasseler Regatta Verein die neue Saison mit einem Anrudern startet, ist nun wirklich nicht neu. Trotzdem war der RKC bei diesem traditionellen Anlass leider nur mit zwei Booten („Bremen“, „Spree“) vertreten. Das war sicher mager, aber auch keine „Katastrophe“, wie es anschließend hieß. Und natürlich hätte es vielleicht geholfen, wenn an dieses Ereignis durch einen Aushang oder eine E-Mail erinnert worden wäre. Andererseits wurde der Termin im „Schurri“ Nr. 1 aufgeführt, das muss – jedenfalls nach Meinung des Unterzeichners – ausreichen. Sei es, wie es sei: Pünktlich um 11:00 Uhr gab unser RK Torsten Gorski als Vorsitzender des KRV und Steuermann des Ehrenachters das Startsignal verbunden mit den besten Wünschen für eine unfallfreie und erfolgreiche Rudersaison. Vielleicht schaffen wir es ja zum Saisonabschluss beim Dauerrudern unseren an Mitgliedern immerhin stärksten Traditionsverein in ein aktiveres Licht zu setzen.
Martin Kolter