Archiv der Kategorie: Allgemein

Nachruf: Gerd Michael Brach 16.10.1934 – 20.03.2014

Gerd-Michael Brach

Gerd Michael Brach

Unser Ruderkamerad Gerd Michael Brach, Rechtsanwalt und Notar, verstarb im Alter von 79 Jahren am 2o. März 2o14 in Kassel.

Gerd Michael hat dem Ruderverein Kurhessen-Cassel 1890/1911 e.V. im besonderen Maß gedient.

Er hat 2o Jahre lang als Vorsitzender des Vereins hohe Verantwortung getragen und wesentliche Entscheidungen für den Fortbestand des Rudervereins vorbereitet und im Vorstandskreis getroffen und diese Entscheidungen dann vor allem als geschickter Organisator und „Macher“ konsequent, beharrlich und mit außergewöhnlichem Engagement erfolgreich umgesetzt. Dabei hat er einen wesentlichen Teil seiner Lebenszeit,- Zeit, als das Wertvollste, was man geben kann- , für den Verein eingesetzt.

Der Verein hat Gerd Michael Brach sehr viel zu verdanken; und deshalb hat er ihn auch nach Beendigung seiner aktiven Vorstandszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Erst relativ spät, im Alter von 38 Jahren, ist Gerd Michael durch unseren Ruderkameraden RA Schröder, in dessen Rechtsanwaltspraxis Gerd Michael eingetreten war, zur Ruderei gekommen. Bereits nach 5 Jahren Mitgliedschaft hatte sich Gerd Michael als aktiver Ruderer und geschätzter Kamerad und Freund viel Anerkennung erworben, so dass er 1977 zum Vorsitzenden des Vereinsvorstands gewählt wurde und dieses Amt dann 2o Jahre lang bis 1997 ausübte.

In seiner Amtszeit wurden insbesondere entscheidende Umbauten des Bootshauses vorgenommen sowie die Vereinigung des Ruderklubs Kurhessen mit dem Ruderverein Cassel zum heutigen “Ruderverein Kurhessen- Cassel 189o/1911“ vollzogen.

Über die Führung des Vereins hinaus hat sich Gerd Michael für den Sport in Kassel und Nordhessen als langjähriger Vorsitzender des Sportkreises Nordhessen eingesetzt. Sein unermüdlicher Einsatz wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen sowie mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande gewürdigt.

Neben der Ausübung aller seiner Ämter und sonstigen Verpflichtungen schaffte es Gerd Michael, jährlich bis zu 15oo km zu rudern. Dies geschah vor allem durch das Rudern im spaßhaft „Mergel-Vierer“ genannten Boot, in dem die als etwas ausgezehrt oder ausgemergelt aussehenden, aber kernig-kraftvollen Ruderer Wolfgang Thümmler, Rainer Kaernbach, Bernhard Selting und Jürgen Stoltze saßen.

Das Boot dieses besonders engen Freundeskreises nahm sehr erfolgreich an vielen Langstreckenregatten teil und bildete dann auch den Kern des Langstrecken-Achters des Vereins.

Hinzu kamen ausgedehnte Wanderruderfahrten auf deutschen Flüssen wie u.a. auch auf der Donau bis Budapest, auf der Saone und Seine sowie auf der Themse und dem Vierwaldstättersee.

Das Vereinsleben begleitete Gerd Michael –sooft es ging zusammen mit seiner Ehefrau Johanna– auch nach Beendigung seiner Vorstandszeit weiterhin mit hohem Interesse und Engagement. Er bezog in Diskussionen und Entscheidungen zu wichtigen Vereinsangelegenheiten eindeutige Positionen und vertrat sie beharrlich, – und scheute, wenn es denn sein musste, auch keine Konfrontation.

Bis zu seinem Tode blieb Gerd Michael Brach ein aktiver und vor allem begeisterter Ruderer. Im Jahr 2o13 hat er noch fast 9oo km mit dem Boot zurückgelegt. Und noch zwei Tage vor seinem Tod „ruderte“ Gerd Michael im Bootshaus am Ergometer seine 1o Trainingskilometer herunter, -sein letztes Rudern, das er zusammen mit drei Freunden, Wolfgang Thümmler, Dr. Rudolf Knauff und Frank Oberbrunner, wie immer mit Freude und Ehrgeiz leisten konnte.

Es kann sicherlich zum zu frühen Tod unseres Ruderkameraden als tröstlich empfunden werden, dass Gerd Michael die Gnade erfahren durfte, bis zum Schluss fit zu sein und seinem geliebten Rudersport nachgehen zu können. Altersbedingtes Leiden und Pflegebedürftigkeit blieben im erspart; er, der aktive Ruderer und „Macher“, hätte dies wohl auch nur besonders schwer ertragen können. Der Tod ereilte ihn bei der Pflege seiner geliebten Bienenvölker im Garten seines Hauses. Die Ruderei und seine Bienen waren wesentliche Leidenschaften seines Lebens; -aus beiden schöpfte er bis in die letzten Stunden seines Lebens viel Freude und Zufriedenheit.

Gerd Michael Brach hat im Verein tiefe Spuren hinterlassen; er hat ihn mitgeprägt. Unser Ruderkamerad und Freund wird unvergessen bleiben.

Schurri, Gerd Michael!

Eike Müller-Elschner

Nachruf Rolf Jentzsch 20.3.1940 – 2.10.2013

Berlin 1969 - Hans Dönges und Rolf Jentzsch

Berlin 1969 – Hans Dönges und Rolf Jentzsch

Rolf Jentzsch, ein Ehrenmitglied des Vereins, ist verstorben. Ehrenmitglied wird man nicht so ohne weiteres. Man muss schon etwas Besonderes geleistet haben. Und das hat er auch. Er hat nicht nur die Wanderruder-Kilometerstatistik erheblich mit nach oben gezogen, u.a. durch ausgedehnte Wanderfahrten in Frankreich, Dänemark und Berlin, sondern hat insbesondere auch als  Architekt viele Baumaßnahmen für unseren Verein geplant, ausgeführt und/oder mit Rat und Tat begleitet. Der Verein hat ihm Einiges zu verdanken. Er hat in mehrfacher Weise Spuren hinterlassen. Und deshalb wurde ihm in Würdigung seiner Leistungen auch die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Rolf Jentzsch kam im Jahr 1964 aus Berlin nach Kassel und arbeitete hier in einem Architekturbüro. Der Beruf brachte ihn mit dem Kurhessen „Charly“ Weitzel zusammen. Und Charly holte Rolf in den Verein und brachte ihn mit seinen freundschaftlich eng verbundenen Ruderkameraden Rudi Meister, Hans Dönges und Werner Dietrichs zusammen, mit denen Rolf von nun an im In- und Ausland ausgedehnte Wanderfahrten unternahm. Der Freundeskreis erweiterte sich durch das Rudern sehr schnell. Insbesondere mit Burkhard Zellmer, Klaus Engelhardt, Dieter Dönch, Dr. Rudolf Schönherr, Heinz Hildebrandt, Jochen Schubert, Peter Dürer war Rolf Jentzsch auf dem Wasser, beim Kegeln und bei Vereinsveranstaltungen zusammen. An die Barkenfahrten mit Rolf auf der Weser und an das Rudern in Berlin, auf Rolfs Heimatgewässern, und an die damit verbundenen vielen fidelen Stunden denke ich noch heute besonders gern zurück.

Rolf war sehr gesellig, er liebte es, in vertrauter Runde beim Bier zusammenzusitzen. Und er konnte dabei so herrlich fabulieren. Er hatte immer einen Witz parat, den er oft in kleine Geschichten umwandelte und in seinem ausgeprägten Berliner Dialekt und mit seinem verschmitzten Lachen vortrug.

Aufgrund dieser Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch aufgrund seines ausgesprochenen Organisationstalents lag es nahe, ihm das Amt des Festwarts anzutragen; und er übte das Amt kompetent, erfolgreich und lange aus.

Rolf Jentzsch hatte sich bald in Kassel als Architekt selbständig gemacht. Das große Vertrauen, das er sich sehr schnell in seinem durch die Ruderei geschaffenen Freundeskreis erworben hatte, dokumentierte sich besonders deutlich darin, dass sich ein Kurhessen- Ruderer von Rolf sein Haus bauen ließ. Und das war sein Freund und unser Ehrenmitglied Rudi Meister. Zugleich war es Rolfs erstes in Kassel gebautes Privathaus.

Sein Unternehmen in Kassel, und später auch in Erfurt, baute er kräftig aus. Rolf war ein erfolgreicher Unternehmer. Aber er zahlte dafür leider auch den üblichen Preis: weniger private Zeit –kaum Zeit mehr für die Ruderei. Aber wenn er vom Verein als Architekt angesprochen wurde, wenn es um Bauplanungen und Baumaßnahmen für den  Verein ging: dann war er da, hat geholfen, tatkräftig und großzügig. Rolf war ein Macher. Und auch die im Ruderverein entstandenen Freundschaften hielt und pflegte er so gut es ging – bis zu seinem Tod.

Ein engagierter, verdienstvoller Kurhesse, ein Freund und ein Kumpel ist von uns gegangen.

Eike Müller-Elschner

Wir trauern um unsere Ruderkameradin Anni Weißmann * 21.03.1928 † 10.11.2013

Anni Weißmann

Anni Weißmann

Im November letzten Jahres verstarb unsere liebe Ruderkameradin Anni Weißmann im 85. Lebensjahr.

Anni war ein Urgestein der Kasseler Frauenruderszene und als junge Frau eine der erfolgreichsten deutschen Ruderinnen.

Bereits 1949 trat sie als aktive Trainingsruderin in die von Cläre Trimpert im Ruder-Verein Cassel (RVC) neu gegründete Damenabteilung ein.

Durch Annis außergewöhnliches Rudertalent stellten sich mit Trainingsfleiß in den darauf folgenden Jahren von 1950 bis 1957 viele Siege in den verschiedensten Bootsklassen – hauptsächlich im Frauen Doppelvierer – ein.

Aber Annis Leidenschaft war das Einerrudern – „Frauen-Stilrudern“ und „Frauen-Schlagzahl-rudern“ erfüllten sie nicht. Sie suchte die Herausforderung des Wettkampfs – Bord an Bord. So gewann sie 1954 auf der Giessener Regatta und 1955 in Bremen jeweils die Rennen im „Jungmann-Einer“ und den „Frauen-Senior-Einer“. Das ihr zur Verfügung stehende Boot war ein Alu-Einer-Rennskiff des RVC mit dem legendären Namen „Kalorie“ aus der Hann.-Mündener Bootswerft von Karl Dix.

Auch privat hatte Anni ihre Liebe im RVC gefunden und mit unseren heute noch immer sehr erfolgreichen Veteranenruderer Rudi Weißmann den Bund fürs Leben geschlossen.

Alle, im RVC aufgewachsene Kinder haben Anni aufs innigste geliebt. Sie hatte ein großes Herz für die Kleinen und hielt immer etwas Süßes oder Geld für ein Eis bereit.

Krankheitsbedingt konnte Anni das Kasseler Ruder- und Regattageschehen die letzten Jahre leider nur noch vom Bootshaus aus beobachten – das tat sie stets mit großem Interesse und Sachverstand.

Der Ruderverein Kurhessen-Cassel (RKC) hat mit Anni Weißmann eine starke, tapfere und treue Ruderkameradin verloren. Wir wollen ihr Andenken bewahren!

Bernd Lehmann

Vor zehn Jahren: Es stand im Schurri

2004 bei der Jahreshauptversammlung wurde unser Ältestenrat gewählt, und zwar folgende Mitglieder: Dr. Hannelore Freudenberg, Doris Klotz, Hanns-Dieter Gerdum, Reinhard Kaernbach, Rudi Meister, Wolfgang Thümmler und Hans Vollmann.

Mittlerweile erfolgte ein Wechsel, Hans Vollmann ist ausgeschieden und Bernd Lehmann eingewählt.

Der Magistrat der Stadt Kassel hat beschlossen, Herrn Klaus Engelhardt mit der goldenen Sportplakette zu ehren, aufgrund langjähriger Verdienste um den Sport in der Stadt Kassel, dies geschah am Mittwoch, dem 28. Januar 2004, vor ca. 40 geladenen Gästen in den Räumen des Rudervereins.

Stephan Gerlach übernimmt Vorsitz im Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel, der Kreisjugendwart wurde einstimmig gewählt.

Klaus Försterling referierte beim Neujahrsempfang über „ 500 Jahre Staatstheaterorchester Kassel“.

Ingeborg Wunderlich

Nachruf Antje Siebrecht

Am 21. Dezember 2013 wurde Antje Siebrecht, unsere Ruderkameradin und Malerin, völlig überraschend im Alter von 55 Jahren aus diesem Leben gerissen. Für alle, die sie achteten, bewunderten und liebten, bleibt nur große Sprachlosigkeit und Trauer.

Sie war noch so jung, voller Kreativität und Schwung, im Aufbruch zu neuen Pfaden in ihrer Kunst, überraschte uns immer wieder mit Ideen und nahm uns mit in ihre Welt.

Antje, auf der einen Seite sehr sensibel und verletzlich, auf der anderen Seite stark und durchsetzungsfähig, immer gut für ein offenes Wort.

Sie hat viele Menschen glücklich gemacht mit ihrer Kunst, keiner kann sich der Strahlkraft ihrer leuchtenden Farben entziehen, und in vielen Wohnungen hängen ihre Bilder, werden immer an sie erinnern.

Wir haben einen wunderbaren Menschen verloren, eine Ruderkameradin, die mit ihrem Verein sehr verbunden war und trotz längerer Abstinenz wieder mit uns aufs Wasser wollte.

Nun hat das Schicksal anders entschieden.

„Antje, danke, dass es Dich gab, wir werden Dich nie vergessen.“

Ute Hennig 

Jahreshauptversammlung am 05.02.2014

Fast 60 Mitglieder begrüßte unser Vorsitzender Torsten Gorski zur Jahreshauptversammlung. Gleich zu Beginn kam er einer traurigen Pflicht nach und gedachte unserer im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Anna Weißmann, Antje Siebrecht und Rolf Jentzsch, die alle unseren Verein über viele Jahre die Treue gehalten hatten.

Der dieses Mal sogar auf den Plätzen ausgelegten Tagesordnung folgend leitete er die Ehrungen ein. Es gehe um jemanden, der sein Ohr an der Mitgliedschaft habe und immer tatkräftig, ohne dass man ihn lange bitten müsse – oft sogar ungefragt – Hand anlege, wo es nötig sei. Dass damit Bernd Lehmann gemeint war, überraschte nun wirklich niemanden. Und auch dessen Dank für das überreichte Geschenk war „typisch Bernd“: Er bedankte sich seinerseits bei seinen Helfern, allen voran Dr. Rudi Knauff, und verwies darauf, dass doch jeder von uns quasi Eigentümer des Bootshauses sei und sich deshalb um Pflege und Erhaltung des Anwesens kümmern müsse. Mit Wolfgang Pfleging, Gert Perzig und Heide Wille dankte Torsten Gorski weiteren fleißigen Händen, die man immer wieder mit Malerpinsel oder Gartenharke am Bootshaus bei der Arbeit sehe. Johanna Wenzel ergänzte diese Reihe noch um Renate Wimmer.

In seinem Bericht beschrieb Torsten Gorski, wie er in den ersten Monaten seiner Tätigkeit in vielen Gesprächen den Verein noch besser kennen gelernt habe. So sei es dann möglich gewesen, Veränderungen im Kraft- und Ergoraum vorzunehmen, im Außenlager großzügig aufzuräumen und so Platz für das Motorboot zu schaffen, die Zusammenarbeit mit den Schulrudervereinen von Wilhelmsgymnasium und Friedrichsgymnasium zu vertiefen und erste Schritte zum Aufbau einer durch das Land Hessen unterstützten Talentfördergruppe in die Wege zu leiten. Auch vor diesem Hintergrund seien der Austausch des Filippi-Achters gegen ein neues Boot und die Anstellung unseres Trainers Nicolai Schwab zu sehen. Stolz verwies er auf die sportlichen Erfolge von Friederike Reißig und die mehr als nur hoffnungsvollen Ansätze unserer Nachwuchsruderin Laura Böe. Der Breitensport solle mit einer erstmals durchgeführten Tageswanderfahrt dauerhaft weiter belebt werden, weitere Überlegungen zur Verbesserung unseres Vereinslebens habe ein von ihm ins Leben gerufener Arbeitskreis angestellt (vgl. „Der Vorstand hat das Wort“). Nichts Neues wusste Torsten Gorski zur Kooperation mit der Universität Kassel zu berichten, hier warte man darauf, dass das zuständige Ministerium den geschlossenen Vertrag genehmige. Erfreut zeigte sich Torsten abschließend darüber, dass der Pächterwechsel im Sommer des Jahres unproblematisch verlaufen sei und versprach, die Mitgliedschaft in Ergänzung zum „Schurri“ auch weiterhin durch einen regelmäßigen Newsletter über anstehende Termine, sportliche Erfolge und auch sonst alles Wichtige zu informieren. Dieser Newsletter könne auf Wunsch einzelnen Mitgliedern per Post zugesandt werden.

Daran schlossen sich die Berichte der stellvertretenden Vorsitzenden an. Für den Breitensport verwies Johanna Wenzel auf eine jährliche Kilometerleistung von über 55.000 km und ehrte mit Gerd Leben den fleißigsten Ruderer der vergangenen Saison. Leider konnte Gerd Leben den Kilometerpreis für immerhin 2750 erruderte Kilometer nicht selbst entgegennehmen, die Vermutung, dies liege daran, dass er gerade auf dem Wasser sei, erwies sich aber als haltlos. Die Organisation des wegen Hochwassers kurzfristig zu uns verlegten Landesfinales „Jugend trainiert für Olympia“ habe man gestemmt, und wieder sei man guter Gastgeber für auswärtige Wanderruderer gewesen. Zuletzt dankte Johanna Wenzel ihrer Vorstandskollegin Ingeborg Wunderlich, die jetzt – als Nachfolgerin unseres Ehrenmitglieds Dr. Annemarie Röse – für immer saubere Bootslappen sorge.

Irene Diebel erinnerte danach an die im Leistungssport erzielten Erfolge vor allem von Friederike Reißig, aber auch von Dr. Maik Feldmann, Matthias Burg und Laura Böe. Erfreulich und nur dank der großen Unterstützung durch die Eltern überhaupt möglich geworden sei die Teilnahme eines Junioren-Achters an den Regatten der RBL, fast sensationell die äußerst kurzfristige Zusammenstellung eines Juniorinnen-Achters. Die bei diesen Rennen unter dem Namen unseres Sponsors „Creditreform“ startenden Jugendlichen hätten aber auch in ihren Schulen das Rudern vorangebracht, wie etwa die in unserem Boot startende Mannschaft des FG im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Sie hoffe, dass unser Verein im kommenden Jahr in der RBL auch wieder mit einem Männer-Achter vertreten sei. Abschließend dankte sie vor allen Dingen unserem neuen Trainer Nikolai Schwab, der die Jugendlichen zielstrebig und mit klarer Hand führe und etwa bei Ergocups schon erste Erfolge eingefahren habe.

Dass hinter all diesen Aktivitäten grundsolides Wirtschaften steht, hat danach unser Kassenwart Dr. Rudi Knauff dargestellt. Mit stabilen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und der Verpachtung unserer Gaststätte sei es nicht nur wieder möglich gewesen, die zahlreichen sportlichen Aktivitäten zu finanzieren, sondern auch die notwendigen Instandhaltungsarbeiten am Bootshaus, beispielsweise in der Damen-Dusche, durchzuführen. Die Prüfung seiner Kasse hat nach dem von Maike Schulz verlesenen Bericht, wie nicht anders zu erwarten, keinerlei Anlass für Beanstandungen ergeben.

Nachdem unser Ehrenvorsitzende Klaus Engelhardt den Vorstandsmitgliedern für die Zeit raubende und manchmal vielleicht auch Nerven kostende Arbeit im vergangenen Jahr gedankt hatte, wurden diese einstimmig durch die Versammlung entlastet.

Die danach durchgeführten Wahlen gingen fast in Rekordzeit über die Bühne. In offener Abstimmung und ohne Gegenkandidaten und Gegenstimmen wurden Johanna Wenzel für den Breitensport und Dr. Rudi Knauff für den Bereich „Finanzen“ wieder gewählt. Beide kündigten jedoch an, dass man mit ihren erneuten Kandidaturen in 2 Jahren nicht rechnen könne. Als weiteren Kassenprüfer neben Maike Schulz wählte die Versammlung Arne Baumgärtner.

Welche Aufgaben mit welchem finanziellen Aufwand im kommenden Jahr voraussichtlich auf uns zukommen werden, hat Dr. Rudi Knauff dann im Haushaltsplan 2014 vorgestellt, auch dieser wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Um 22:15 Uhr schloss Torsten Gorski die Versammlung mit einem dreifachen „Schurri“.

Martin Kolter

Rolf Jentzsch – Nachruf

Am 2. Oktober ist völlig unerwartet unser langjähriges Ehrenmitglied Rolf Jentzsch im Alter von 73 Jahren verstorben. Er war seit 1. April 1966 bei uns Mitglied und hat uns bei einigen Baumaßnahmen unterstützt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Unser Mitgefühl gilt der Familie unseres Ruderkameraden.

 

Nachruf Lothar Schimpf

Lothar Schimpf 1951 vor dem Bootshaus des RV Goethegymnasium

Lothar Schimpf 1951 vor dem Bootshaus des RV Goethegymnasium

Lothar Schimpf wurde am 05.02.1926 in Kassel geboren. 1938 wurde er Mitglied im Ruder- Verein Cassel. An den Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern konnte er 1940 und 1941 teilnehmen. Zweimal wurde dort sein Vierer zweites Boot. Den Weltkrieg überlebte er bei der Kriegsmarine. In der schweren Nachkriegszeit war er stark am Wiederaufbau des sportlichen Ruderns in Kassel beteiligt. Lothar Schimpf konnte drei Deutsche Meisterschaften gewinnen: 1951 und 1952 im Leichtgewichtsachter und 1952 im Leichtgewichtsvierer mit Steuermann. 1952 schloss er auch erfolgreich das Architektur-Studium in Kassel an der Hochschule für bildende Künste ab. Anschließend war er viele Jahre bei einem großen Hamburger Architektur-Büro beschäftigt. Dort arbeitete er auf vielen Arbeitsgebieten, mit großer Freude besonders gern auf dem des Schiffbaues. In seinen letzten Berufsjahren als selbständiger Architekt spezialisierte er sich ganz auf den Neubau von Schiffsyachten. Am 13.03.2013 ist Lothar Schimpf in Börnsen, seinem Wohnort in der Nähe von Hamburg-Bergedorf, im Alter von 87 Jahren verstorben. Er war 74 Jahre Mitglied im Ruderverein Kurhessen-Cassel.

Wilhelm Hellmuth

Mitgliederversammlung am 21.8.2013

Mehr als 50 Mitglieder konnte unser Vorsitzender Torsten Gorski zu dieser Versammlung begrüßen, unter ihnen unsere Ehrenvorsitzenden Gerd Michael Brach und Klaus Engelhardt sowie die Ehrenmitglieder Dr. Annemarie Röse, Wolfgang Thümmler, Hanns-Dieter Gerdum und Helmut Eberhardt.

Ehrung im Verein

Ehrung im Verein

Bevor er die offizielle Tagesordnung aufrief, gab es jedoch reichlich Anlass zur Freude über unsere jüngsten Erfolge im Leistungssport. Mit Friederike Reißig hat es nämlich wieder einmal ein Mitglied unseres Vereins zu einer WM-Medaille gebracht. Wie schließlich im März die zuständige Bundestrainerin auf Friederike aufmerksam wurde, schilderte Torsten Gorski ebenso, wie er ihre besondere individuelle Leistungsfähigkeit hervorhob. Dass Friederike aber nicht nur eine ausgesprochen erfolgreiche Sportlerin, sondern überaus geachtet und beliebt ist, zeigten die überbrachten Glückwünsche von Irene Diebel sowie Katja Kraechter für den RV Wilhelmsgymnasium und von Julian Merz für die „jungen Aktiven“. Alle waren sich einig, dass sie ihren jüngsten Erfolg zielstrebig und mit größtem Willen angestrebt und deshalb auch wirklich verdient habe. Friederike dankte den Gratulanten und dem RKC für die erhebliche finanzielle Unterstützung in der Vergangenheit, aber auch für die Chance, von ihrem künftigen Studienort Mainz weiter für den RKC starten zu dürfen. Es habe sie sehr gefreut, dass sie über das ganze Jahr hinweg von vielen Mitgliedern immer wieder persönlich angesprochen worden sei, welche sich für den Verlauf ihrer Rudersaison interessiert hätten.

Friederike mit ihrer Protektorin Katja

Friederike mit ihrer Protektorin Katja

Ganz besonders aber dankte Friederike Reißig ihrem Trainer Matthias Kielhorn, der ihr mit höchstem persönlichen Einsatz immer zur Seite gestanden habe. Anschließend fanden sich alle auf unserer Terrasse ein, um mit Sekt und Orangensaft auf die Erfolge von Friederike Reißig anzustoßen, ihr zu danken und für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

Wieder zurück im großen Gastraum begrüßte Torsten Gorski unseren neuen Trainer Nikolai Schwab. Mit ihm soll die Zusammenarbeit mit den Schulrudervereinen des WG und auch des FG verstärkt werden. Dies führe uns nicht nur neue Mitglieder zu, sondern sei auch notwendig, wenn wir unserem eigenen regattasportlichen Anspruch gerecht werden wollen. Danach stellte sich Nikolai kurz persönlich vor, berichtete von seiner zuletzt zweijährigen Trainertätigkeit in Rüsselsheim und betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit uns freue.

Torsten Gorski rief schließlich den ersten offiziellen Tagesordnungspunkt auf. Es folgte ein kurzer Bericht über den Stand der Verhandlungen mit dem Land Hessen über den Abschluss eines Erbpachtvertrages, der die rechtliche Grundlage für den Bau eines Bootshauses der Universität Kassel auf unserem Grundstück darstellt. Er dankte Peter Lipphardt und Dr. Susanne Frey dafür, dass sie ihm geholfen hätten, die damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen zu verstehen. Der Vertragsentwurf liege inzwischen dem zuständigen Ministerium vor und man gehe davon aus, dass die notwendigen Unterschriften zeitnah geleistet werden können. Immerhin sei die Universität aus Gründen der Mittelvergabe verpflichtet, ihr Bauvorhaben bis spätestens Ende 2015 abzuschließen. Es folgte eine rege Diskussion, im Rahmen derer der Vorstand nicht nur die Eckpunkte des abzuschließenden Vertrages darlegte, sondern nochmals die Ziele verdeutlichte, die man mit der Universität als neuem Nachbarn erreichen wolle. Bei nur zwei Enthaltungen ermächtigte die Mitgliederversammlung den Vorstand, die Verhandlungen weiterzuführen und den Vertrag zu unterzeichnen.

Torsten Gorski leitete zum nächsten Tagungsordnungspunkt über: Das in den letzten Wochen im (oder besser vor dem) Bootshaus aufgekommene Gerücht, die Aufnahme eines Darlehens sei zur Anschaffung eines neuen Ruderbootes notwendig, habe überhaupt nichts mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun. Zwar werde wahrscheinlich noch im September ein neuer Rennachter in unseren Hallen liegen, den erhalte man aber im Tausch gegen den – längst bezahlten und inzwischen wieder zurückgegebenen – Filippi-Achter, und dank des großzügigen Entgegenkommens der Bootswerft Kahl sei ein Aufpreis nicht zu zahlen. Tatsächlich biete sich die Aufstockung eines vorhandenen Darlehens wegen der überaus günstigen Zinsen an, dieses „billige Geld“ könne man dann gut für Sanierungsmaßnahmen (u.a. im Umkleideraum für die Damen) verwenden. So informiert war die einhellige Zustimmung der Mitgliederversammlung fast nur noch eine Formsache.

Ganz im Gegensatz dazu führte die von Torsten Gorski unter „Verschiedenes“ aufgeworfene Frage, wie es denn um unser Vereinsleben stehe, zu vielen Wortbeiträgen. Um bei diesem „Dauerbrenner“ endlich einmal einen Schritt weiter zu kommen, berichtete er von der Absicht des Vorstands, zeitnah Mitglieder aller Altersgruppen aus den Bereichen Breitensport, Rennsport und auch Schulrudern anzusprechen, die sich gemeinsam Gedanken um eine sinnvolle Lösung machen sollen. Obwohl sich auch die eine oder andere skeptische Stimme zu Wort meldete, fand der Vorschlag des Vorstands doch insgesamt breite Zustimmung.

Abschließend berichteten Irene Diebel und Torsten Gorski von den Versuchen des Vorstands, die Zusammenarbeit mit den Rudervereinen des WG und des FG zu vertiefen. Der Start des Juniorinnen- und des Junioren-Achters auf der RBL-Regatta in Kassel habe gezeigt, dass es sinnvoll ist, die verschiedenen Aktivitäten zu bündeln. Dabei ist im Rahmen einer „Versuchsreihe“ bis Ende des Jahres zu überlegen, ob neben der nun schon langjährigen Kooperation mit dem RV WG auch die Zusammenarbeit mit dem RV FG zu intensivieren wäre.

Um 22:15 Uhr schloss Torsten Gorski dann mit dem Aufruf zu einem 3-fachen „SCHURRI“ die Versammlung.

Martin Kolter

Personalia

Oliver Quickert (Mitte) mit Siegfried Kaidel (r.) und Dr. Dag Danzglock (l.)

Oliver Quickert (Mitte) mit Siegfried Kaidel (r.) und Dr. Dag Danzglock (l.)

Oliver Quickert erhielt auf dem Deutschen Rudertag aufgrund seiner umfangreichen vieljährigen Arbeiten im Deutschen Ruderverband (DRV) die DRV-Plakette für besondere Verdienste aus den Händen des DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel.

Torsten Gorski wird auf dem Deutschen Rudertag in Ulm am 17.11.2012 als zweiter Vorsitzender des DRV und Schatzmeister wiedergewählt.

Rudertag in Ulm: Torsten Gorski (r.) wiedergewählt

Rudertag in Ulm: Torsten Gorski (r.) wiedergewählt

Wir gratulieren unserem Mitglied Maik Feldmann zur Promotion! Er trägt nunmehr den akademischen Titel „Dr.-Ing.“, Abteilungsleiter Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe, Universität Kassel, Institut für Werkstofftechnik/Kunststofftechnik