Archiv der Kategorie: Allgemein

Nachruf Antje Siebrecht

Am 21. Dezember 2013 wurde Antje Siebrecht, unsere Ruderkameradin und Malerin, völlig überraschend im Alter von 55 Jahren aus diesem Leben gerissen. Für alle, die sie achteten, bewunderten und liebten, bleibt nur große Sprachlosigkeit und Trauer.

Sie war noch so jung, voller Kreativität und Schwung, im Aufbruch zu neuen Pfaden in ihrer Kunst, überraschte uns immer wieder mit Ideen und nahm uns mit in ihre Welt.

Antje, auf der einen Seite sehr sensibel und verletzlich, auf der anderen Seite stark und durchsetzungsfähig, immer gut für ein offenes Wort.

Sie hat viele Menschen glücklich gemacht mit ihrer Kunst, keiner kann sich der Strahlkraft ihrer leuchtenden Farben entziehen, und in vielen Wohnungen hängen ihre Bilder, werden immer an sie erinnern.

Wir haben einen wunderbaren Menschen verloren, eine Ruderkameradin, die mit ihrem Verein sehr verbunden war und trotz längerer Abstinenz wieder mit uns aufs Wasser wollte.

Nun hat das Schicksal anders entschieden.

„Antje, danke, dass es Dich gab, wir werden Dich nie vergessen.“

Ute Hennig 

Jahreshauptversammlung am 05.02.2014

Fast 60 Mitglieder begrüßte unser Vorsitzender Torsten Gorski zur Jahreshauptversammlung. Gleich zu Beginn kam er einer traurigen Pflicht nach und gedachte unserer im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Anna Weißmann, Antje Siebrecht und Rolf Jentzsch, die alle unseren Verein über viele Jahre die Treue gehalten hatten.

Der dieses Mal sogar auf den Plätzen ausgelegten Tagesordnung folgend leitete er die Ehrungen ein. Es gehe um jemanden, der sein Ohr an der Mitgliedschaft habe und immer tatkräftig, ohne dass man ihn lange bitten müsse – oft sogar ungefragt – Hand anlege, wo es nötig sei. Dass damit Bernd Lehmann gemeint war, überraschte nun wirklich niemanden. Und auch dessen Dank für das überreichte Geschenk war „typisch Bernd“: Er bedankte sich seinerseits bei seinen Helfern, allen voran Dr. Rudi Knauff, und verwies darauf, dass doch jeder von uns quasi Eigentümer des Bootshauses sei und sich deshalb um Pflege und Erhaltung des Anwesens kümmern müsse. Mit Wolfgang Pfleging, Gert Perzig und Heide Wille dankte Torsten Gorski weiteren fleißigen Händen, die man immer wieder mit Malerpinsel oder Gartenharke am Bootshaus bei der Arbeit sehe. Johanna Wenzel ergänzte diese Reihe noch um Renate Wimmer.

In seinem Bericht beschrieb Torsten Gorski, wie er in den ersten Monaten seiner Tätigkeit in vielen Gesprächen den Verein noch besser kennen gelernt habe. So sei es dann möglich gewesen, Veränderungen im Kraft- und Ergoraum vorzunehmen, im Außenlager großzügig aufzuräumen und so Platz für das Motorboot zu schaffen, die Zusammenarbeit mit den Schulrudervereinen von Wilhelmsgymnasium und Friedrichsgymnasium zu vertiefen und erste Schritte zum Aufbau einer durch das Land Hessen unterstützten Talentfördergruppe in die Wege zu leiten. Auch vor diesem Hintergrund seien der Austausch des Filippi-Achters gegen ein neues Boot und die Anstellung unseres Trainers Nicolai Schwab zu sehen. Stolz verwies er auf die sportlichen Erfolge von Friederike Reißig und die mehr als nur hoffnungsvollen Ansätze unserer Nachwuchsruderin Laura Böe. Der Breitensport solle mit einer erstmals durchgeführten Tageswanderfahrt dauerhaft weiter belebt werden, weitere Überlegungen zur Verbesserung unseres Vereinslebens habe ein von ihm ins Leben gerufener Arbeitskreis angestellt (vgl. „Der Vorstand hat das Wort“). Nichts Neues wusste Torsten Gorski zur Kooperation mit der Universität Kassel zu berichten, hier warte man darauf, dass das zuständige Ministerium den geschlossenen Vertrag genehmige. Erfreut zeigte sich Torsten abschließend darüber, dass der Pächterwechsel im Sommer des Jahres unproblematisch verlaufen sei und versprach, die Mitgliedschaft in Ergänzung zum „Schurri“ auch weiterhin durch einen regelmäßigen Newsletter über anstehende Termine, sportliche Erfolge und auch sonst alles Wichtige zu informieren. Dieser Newsletter könne auf Wunsch einzelnen Mitgliedern per Post zugesandt werden.

Daran schlossen sich die Berichte der stellvertretenden Vorsitzenden an. Für den Breitensport verwies Johanna Wenzel auf eine jährliche Kilometerleistung von über 55.000 km und ehrte mit Gerd Leben den fleißigsten Ruderer der vergangenen Saison. Leider konnte Gerd Leben den Kilometerpreis für immerhin 2750 erruderte Kilometer nicht selbst entgegennehmen, die Vermutung, dies liege daran, dass er gerade auf dem Wasser sei, erwies sich aber als haltlos. Die Organisation des wegen Hochwassers kurzfristig zu uns verlegten Landesfinales „Jugend trainiert für Olympia“ habe man gestemmt, und wieder sei man guter Gastgeber für auswärtige Wanderruderer gewesen. Zuletzt dankte Johanna Wenzel ihrer Vorstandskollegin Ingeborg Wunderlich, die jetzt – als Nachfolgerin unseres Ehrenmitglieds Dr. Annemarie Röse – für immer saubere Bootslappen sorge.

Irene Diebel erinnerte danach an die im Leistungssport erzielten Erfolge vor allem von Friederike Reißig, aber auch von Dr. Maik Feldmann, Matthias Burg und Laura Böe. Erfreulich und nur dank der großen Unterstützung durch die Eltern überhaupt möglich geworden sei die Teilnahme eines Junioren-Achters an den Regatten der RBL, fast sensationell die äußerst kurzfristige Zusammenstellung eines Juniorinnen-Achters. Die bei diesen Rennen unter dem Namen unseres Sponsors „Creditreform“ startenden Jugendlichen hätten aber auch in ihren Schulen das Rudern vorangebracht, wie etwa die in unserem Boot startende Mannschaft des FG im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Sie hoffe, dass unser Verein im kommenden Jahr in der RBL auch wieder mit einem Männer-Achter vertreten sei. Abschließend dankte sie vor allen Dingen unserem neuen Trainer Nikolai Schwab, der die Jugendlichen zielstrebig und mit klarer Hand führe und etwa bei Ergocups schon erste Erfolge eingefahren habe.

Dass hinter all diesen Aktivitäten grundsolides Wirtschaften steht, hat danach unser Kassenwart Dr. Rudi Knauff dargestellt. Mit stabilen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und der Verpachtung unserer Gaststätte sei es nicht nur wieder möglich gewesen, die zahlreichen sportlichen Aktivitäten zu finanzieren, sondern auch die notwendigen Instandhaltungsarbeiten am Bootshaus, beispielsweise in der Damen-Dusche, durchzuführen. Die Prüfung seiner Kasse hat nach dem von Maike Schulz verlesenen Bericht, wie nicht anders zu erwarten, keinerlei Anlass für Beanstandungen ergeben.

Nachdem unser Ehrenvorsitzende Klaus Engelhardt den Vorstandsmitgliedern für die Zeit raubende und manchmal vielleicht auch Nerven kostende Arbeit im vergangenen Jahr gedankt hatte, wurden diese einstimmig durch die Versammlung entlastet.

Die danach durchgeführten Wahlen gingen fast in Rekordzeit über die Bühne. In offener Abstimmung und ohne Gegenkandidaten und Gegenstimmen wurden Johanna Wenzel für den Breitensport und Dr. Rudi Knauff für den Bereich „Finanzen“ wieder gewählt. Beide kündigten jedoch an, dass man mit ihren erneuten Kandidaturen in 2 Jahren nicht rechnen könne. Als weiteren Kassenprüfer neben Maike Schulz wählte die Versammlung Arne Baumgärtner.

Welche Aufgaben mit welchem finanziellen Aufwand im kommenden Jahr voraussichtlich auf uns zukommen werden, hat Dr. Rudi Knauff dann im Haushaltsplan 2014 vorgestellt, auch dieser wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Um 22:15 Uhr schloss Torsten Gorski die Versammlung mit einem dreifachen „Schurri“.

Martin Kolter

Rolf Jentzsch – Nachruf

Am 2. Oktober ist völlig unerwartet unser langjähriges Ehrenmitglied Rolf Jentzsch im Alter von 73 Jahren verstorben. Er war seit 1. April 1966 bei uns Mitglied und hat uns bei einigen Baumaßnahmen unterstützt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Unser Mitgefühl gilt der Familie unseres Ruderkameraden.

 

Nachruf Lothar Schimpf

Lothar Schimpf 1951 vor dem Bootshaus des RV Goethegymnasium

Lothar Schimpf 1951 vor dem Bootshaus des RV Goethegymnasium

Lothar Schimpf wurde am 05.02.1926 in Kassel geboren. 1938 wurde er Mitglied im Ruder- Verein Cassel. An den Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern konnte er 1940 und 1941 teilnehmen. Zweimal wurde dort sein Vierer zweites Boot. Den Weltkrieg überlebte er bei der Kriegsmarine. In der schweren Nachkriegszeit war er stark am Wiederaufbau des sportlichen Ruderns in Kassel beteiligt. Lothar Schimpf konnte drei Deutsche Meisterschaften gewinnen: 1951 und 1952 im Leichtgewichtsachter und 1952 im Leichtgewichtsvierer mit Steuermann. 1952 schloss er auch erfolgreich das Architektur-Studium in Kassel an der Hochschule für bildende Künste ab. Anschließend war er viele Jahre bei einem großen Hamburger Architektur-Büro beschäftigt. Dort arbeitete er auf vielen Arbeitsgebieten, mit großer Freude besonders gern auf dem des Schiffbaues. In seinen letzten Berufsjahren als selbständiger Architekt spezialisierte er sich ganz auf den Neubau von Schiffsyachten. Am 13.03.2013 ist Lothar Schimpf in Börnsen, seinem Wohnort in der Nähe von Hamburg-Bergedorf, im Alter von 87 Jahren verstorben. Er war 74 Jahre Mitglied im Ruderverein Kurhessen-Cassel.

Wilhelm Hellmuth

Mitgliederversammlung am 21.8.2013

Mehr als 50 Mitglieder konnte unser Vorsitzender Torsten Gorski zu dieser Versammlung begrüßen, unter ihnen unsere Ehrenvorsitzenden Gerd Michael Brach und Klaus Engelhardt sowie die Ehrenmitglieder Dr. Annemarie Röse, Wolfgang Thümmler, Hanns-Dieter Gerdum und Helmut Eberhardt.

Ehrung im Verein

Ehrung im Verein

Bevor er die offizielle Tagesordnung aufrief, gab es jedoch reichlich Anlass zur Freude über unsere jüngsten Erfolge im Leistungssport. Mit Friederike Reißig hat es nämlich wieder einmal ein Mitglied unseres Vereins zu einer WM-Medaille gebracht. Wie schließlich im März die zuständige Bundestrainerin auf Friederike aufmerksam wurde, schilderte Torsten Gorski ebenso, wie er ihre besondere individuelle Leistungsfähigkeit hervorhob. Dass Friederike aber nicht nur eine ausgesprochen erfolgreiche Sportlerin, sondern überaus geachtet und beliebt ist, zeigten die überbrachten Glückwünsche von Irene Diebel sowie Katja Kraechter für den RV Wilhelmsgymnasium und von Julian Merz für die „jungen Aktiven“. Alle waren sich einig, dass sie ihren jüngsten Erfolg zielstrebig und mit größtem Willen angestrebt und deshalb auch wirklich verdient habe. Friederike dankte den Gratulanten und dem RKC für die erhebliche finanzielle Unterstützung in der Vergangenheit, aber auch für die Chance, von ihrem künftigen Studienort Mainz weiter für den RKC starten zu dürfen. Es habe sie sehr gefreut, dass sie über das ganze Jahr hinweg von vielen Mitgliedern immer wieder persönlich angesprochen worden sei, welche sich für den Verlauf ihrer Rudersaison interessiert hätten.

Friederike mit ihrer Protektorin Katja

Friederike mit ihrer Protektorin Katja

Ganz besonders aber dankte Friederike Reißig ihrem Trainer Matthias Kielhorn, der ihr mit höchstem persönlichen Einsatz immer zur Seite gestanden habe. Anschließend fanden sich alle auf unserer Terrasse ein, um mit Sekt und Orangensaft auf die Erfolge von Friederike Reißig anzustoßen, ihr zu danken und für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

Wieder zurück im großen Gastraum begrüßte Torsten Gorski unseren neuen Trainer Nikolai Schwab. Mit ihm soll die Zusammenarbeit mit den Schulrudervereinen des WG und auch des FG verstärkt werden. Dies führe uns nicht nur neue Mitglieder zu, sondern sei auch notwendig, wenn wir unserem eigenen regattasportlichen Anspruch gerecht werden wollen. Danach stellte sich Nikolai kurz persönlich vor, berichtete von seiner zuletzt zweijährigen Trainertätigkeit in Rüsselsheim und betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit uns freue.

Torsten Gorski rief schließlich den ersten offiziellen Tagesordnungspunkt auf. Es folgte ein kurzer Bericht über den Stand der Verhandlungen mit dem Land Hessen über den Abschluss eines Erbpachtvertrages, der die rechtliche Grundlage für den Bau eines Bootshauses der Universität Kassel auf unserem Grundstück darstellt. Er dankte Peter Lipphardt und Dr. Susanne Frey dafür, dass sie ihm geholfen hätten, die damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen zu verstehen. Der Vertragsentwurf liege inzwischen dem zuständigen Ministerium vor und man gehe davon aus, dass die notwendigen Unterschriften zeitnah geleistet werden können. Immerhin sei die Universität aus Gründen der Mittelvergabe verpflichtet, ihr Bauvorhaben bis spätestens Ende 2015 abzuschließen. Es folgte eine rege Diskussion, im Rahmen derer der Vorstand nicht nur die Eckpunkte des abzuschließenden Vertrages darlegte, sondern nochmals die Ziele verdeutlichte, die man mit der Universität als neuem Nachbarn erreichen wolle. Bei nur zwei Enthaltungen ermächtigte die Mitgliederversammlung den Vorstand, die Verhandlungen weiterzuführen und den Vertrag zu unterzeichnen.

Torsten Gorski leitete zum nächsten Tagungsordnungspunkt über: Das in den letzten Wochen im (oder besser vor dem) Bootshaus aufgekommene Gerücht, die Aufnahme eines Darlehens sei zur Anschaffung eines neuen Ruderbootes notwendig, habe überhaupt nichts mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun. Zwar werde wahrscheinlich noch im September ein neuer Rennachter in unseren Hallen liegen, den erhalte man aber im Tausch gegen den – längst bezahlten und inzwischen wieder zurückgegebenen – Filippi-Achter, und dank des großzügigen Entgegenkommens der Bootswerft Kahl sei ein Aufpreis nicht zu zahlen. Tatsächlich biete sich die Aufstockung eines vorhandenen Darlehens wegen der überaus günstigen Zinsen an, dieses „billige Geld“ könne man dann gut für Sanierungsmaßnahmen (u.a. im Umkleideraum für die Damen) verwenden. So informiert war die einhellige Zustimmung der Mitgliederversammlung fast nur noch eine Formsache.

Ganz im Gegensatz dazu führte die von Torsten Gorski unter „Verschiedenes“ aufgeworfene Frage, wie es denn um unser Vereinsleben stehe, zu vielen Wortbeiträgen. Um bei diesem „Dauerbrenner“ endlich einmal einen Schritt weiter zu kommen, berichtete er von der Absicht des Vorstands, zeitnah Mitglieder aller Altersgruppen aus den Bereichen Breitensport, Rennsport und auch Schulrudern anzusprechen, die sich gemeinsam Gedanken um eine sinnvolle Lösung machen sollen. Obwohl sich auch die eine oder andere skeptische Stimme zu Wort meldete, fand der Vorschlag des Vorstands doch insgesamt breite Zustimmung.

Abschließend berichteten Irene Diebel und Torsten Gorski von den Versuchen des Vorstands, die Zusammenarbeit mit den Rudervereinen des WG und des FG zu vertiefen. Der Start des Juniorinnen- und des Junioren-Achters auf der RBL-Regatta in Kassel habe gezeigt, dass es sinnvoll ist, die verschiedenen Aktivitäten zu bündeln. Dabei ist im Rahmen einer „Versuchsreihe“ bis Ende des Jahres zu überlegen, ob neben der nun schon langjährigen Kooperation mit dem RV WG auch die Zusammenarbeit mit dem RV FG zu intensivieren wäre.

Um 22:15 Uhr schloss Torsten Gorski dann mit dem Aufruf zu einem 3-fachen „SCHURRI“ die Versammlung.

Martin Kolter

Personalia

Oliver Quickert (Mitte) mit Siegfried Kaidel (r.) und Dr. Dag Danzglock (l.)

Oliver Quickert (Mitte) mit Siegfried Kaidel (r.) und Dr. Dag Danzglock (l.)

Oliver Quickert erhielt auf dem Deutschen Rudertag aufgrund seiner umfangreichen vieljährigen Arbeiten im Deutschen Ruderverband (DRV) die DRV-Plakette für besondere Verdienste aus den Händen des DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel.

Torsten Gorski wird auf dem Deutschen Rudertag in Ulm am 17.11.2012 als zweiter Vorsitzender des DRV und Schatzmeister wiedergewählt.

Rudertag in Ulm: Torsten Gorski (r.) wiedergewählt

Rudertag in Ulm: Torsten Gorski (r.) wiedergewählt

Wir gratulieren unserem Mitglied Maik Feldmann zur Promotion! Er trägt nunmehr den akademischen Titel „Dr.-Ing.“, Abteilungsleiter Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe, Universität Kassel, Institut für Werkstofftechnik/Kunststofftechnik

Der Vorstand hat das Wort

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden, liebe Freunde des RKC,

Leistungslob zuerst: nach dem alten Motto „Unser Haus soll schöner werden“ hatte

sich in den letzten Oktobertagen mit den Ruderkameraden M. Burg, M. Böth, R. Knauff, R. Kaernbach, B. Lehmann, J. Meier, W. Thümmler, B. Zellmer sowie unserem Pächter Hajo Weber und dessen Azubi Dennis ein kraftvolles, sachkundiges und effizientes Einsatzkommando spontan zusammen gefunden, um unserem Bootshaus ein dauerhaftes und sehenswertes neues Entrée zu verschaffen. In zweitägiger Arbeit wurden verfaulte Holzbalken und Bohlen im gesamten Bootshauseingangsbereich vollständig entfernt und entsorgt und zugleich neue eingebaut.

Ich danke allen, die sich an dieser Aktion selbstlos beteiligt und damit den RKC-Haushalt entlastet haben, sehr herzlich!

Die Ruderbundesliga (RBL) beginnt mit ihren Sprintregatten im Jahr 2013 ihre 5. Saison. Diese Kurzstreckenregatten kommen in der Zuschauergunst inzwischen sehr gut an und könnten eines nicht all zu fernen Tages sogar das Olympiaprogramm positiv erweitern. Über 50 Achter gingen in diesem Jahr in den verschiedenen Ligen an den Start. Gerüchten zufolge sollen die Chancen für Kassel nicht schlecht stehen, im Herbst nächsten Jahres auch Austragungsort für die Sprintregatten der RBL zu werden.

Wir müssen gemeinsam alles daran setzen, dass sich mit Geduld, Stetigkeit, Standfestigkeit und harten Trainingseinheiten dann neben einer Mannschaft in der zweiten Bundesliga auch unsere Junioren in der ihnen gemäßen Bundesliga beweisen können. Durch Verdichtung des Schulstundenplans ab Klasse 10 erschwert der Ganztagsschulunterricht inzwischen bei uns wie in den meisten deutschen Sportvereinen extrem die Jugendarbeit. Häufig fehlt die Zeit für das im Nachwuchsleistungssport erforderliche Training. Wir müssen einfallsreiche und schöpferische Lösungen finden, um unsere jugendlichen Ruderinnen und Ruderer neu und dauerhaft für unsere schöne und anspruchsvolle Sportart zu gewinnen. Mit einer positiven Mitgliederentwicklung gehen wir in das Ruderjahr 2013. Zu beobachten ist ein erfreulicher Mitgliederzuwachs vorwiegend im Ü-40 und Ü-50 Bereich, der nicht zuletzt zurückzuführen ist auf eine fleißige und kontinuierliche Ruderausbildungs- und Fortbildungsarbeit. Bereits im letzten Schurri hatte ich auf diese beispielhafte Entwicklung mit dem Dank des Vorstands hingewiesen. Das Jahr 2012 sollte nicht zur Neige gehen ohne die Teilnahme unserer Mitglieder am Festlichen Vereinsabend am 01. Dezember im Werner-Dietrichs-Raum und am 31. Dezember beim traditionellen Silvesterrudern.

Der vor 200 Jahren am 20. Dezember erschienene erste Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ist uns Anlass, dieses aus dem Geist der Romantik entstandene Werk durch Herrn Prof. Dr. Holger Ehrhardt (der seit Februar 2012 die deutschlandweit einzige Grimm-Professur an der Universität Kassel innehat), als unseren Ehrengast auf dem Neujahrsempfang am 20. Januar 2013 gebührend würdigen zu lassen. Das Thema „Grimm“ wird uns neben der 1100-Jahr-Feier der Stadt Kassel noch das ganze Jahr begleiten, und ich würde mich freuen, Sie alle mit Freunden und Bekannten zu dem Vortrag von Prof. Ehrhardt im Bootshaus begrüßen zu können. Lasst uns in das an kulturellen, stadtgeschichtlichen und politischen Ereignissen reiche Jahr 2013 mit neuem Schwung und Elan eintreten.

Ich verspreche mir auch aus der Mitte unserer Mitglieder eine neue Dynamik. Die Bereitschaft, gemeinsam aufeinander zuzugehen und bei den Dingen des Vereinslebens sich einzubringen und mit anzupacken, hat gerade in den beiden vergangenen Jahren nicht nur Vereinsmitglieder beeindruckt.

Die Fülle und erfolgreiche Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben – ich denke an eine harmonische und effiziente Zusammenarbeit mit dem RVWG genauso wie an ein gut nachbarschaftliches Verhältnis zur Universität Kassel sowie an eine nachhaltige und erfolgreiche Ausbildung und Betreuung unserer Leistungssportler – lassen sich nur durch ein geschlossenes, gemeinsames Engagement für den Verein und mit der freiwilligen Übernahme von Ämtern und Aufgaben erreichen. Also ran! Unser alter und stolzer RKC sollte uns das Wert sein!

Ihnen, liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden, Ihren Angehörigen und Freunden, wünsche ich eine besinnliche Adventszeit, frohe und friedliche Weihnachten und einen guten Rutsch in ein abwechslungsreiches und glückliches Jahr 2013.

Schurri!

Euer Frank Oberbrunner

61. Deutschen Rudertag in Ulm

Torsten Gorski am Eröffnungsabend mit dem Deutschlandachter

Torsten Gorski (links) am Eröffnungsabend mit dem Deutschlandachter

Auf dem 61. Deutschen Rudertag in Ulm wurde Torsten Gorski mit großer Mehrheit zum stellvertretenden Vorsitzenden (Finanzen) des Deutschen Ruderverbandes (DRV) wiedergewählt. Er tritt seine zweite Amtszeit im Präsidium an. Das Fachressort Verbandsentwicklung und Vereinsservice wird in Zukunft von Holger Römer (Kasseler Regattaverein) geleitet.

Dr. Dag Danzglock, Oliver Quickert, Siegfried Kaidel

Dr. Dag Danzglock, Oliver Quickert, Siegfried Kaidel

Im Rahmen der Ehrungen am Eröffnungsabend im Congresszentrum wurde Oliver Quickert mit der „Plakette für besondere Verdienste“ des DRV für sein Engagement im Bereich Medien ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie in den Berichten „61. Deutscher Rudertag: Meisterschaftsrudern wieder für Vereine“  und „Rudertag wählt Siegfried Kaidel erneut zum Vorsitzenden“ auf rudern.de.

Irene Diebel

Helmut Eberhardt

Helmut Eberhardt, geb. 6. Juli 1948

Helmut Eberhardt

Helmut Eberhardt

Durch das Jahrgangsrudern an der Goetheschule in Kassel kam Helmut Eberhardt im Jahr 1962 mit unserer Sportart in Kontakt, die ihn dauerhaft begleiten sollte. Am 29.9.1962 trat er in den Ruderverein der Goetheschule ein, errang 1963 seinen ersten Rennsieg und vertrat 1965 als Schlagmann im Gig-Vierer m. Stm. (Damals ruderten Schüler ausschließlich in Gig-Booten) seine Schule und den Hessischen Schüler-Ruderverband bei der Bundesregatta der Schülerruderer in Berlin, dem Vorläufer des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“.

Der Trainingsleiter des RK Kurhessen Kassel, Alfred Trimpert, hatte dem Goetheschul-Vierer beratend zur Seite gestanden, also war der Eintritt in den RKK zum 1.10.1965 eine logische Konsequenz. Die ersten Siege für die Kurhessen wurden in der Saison 1966 errudert. Mit Stolz erfüllte es Helmut Eberhardt, dass er als 17-jähriger mit erfahrenen und erfolgreichen Rennruderern, u. a. Deutsche Meister aus dem Jahr 1964, im Achter starten konnte und so auch seinen ersten Stadtachtersieg holte. In den folgenden Jahren gehörte er zum harten Kern der Kurhessen-Rennruderer und saß 1969 im „Kasseler Achter“, einer Renngemeinschaft aus RVC, RKK und RGK 1927. Nach der Zeit als Trainingsmann des RKK ruderte er regelmäßig weiter, unter anderem auch in vielen Masters-Booten, besonders im Mixed-Bereich und auf Langstrecken-Regatten.

1970 betreute er erstmals die Rennruderer und übernahm die Trainingsleitung im RK Kurhessen. Seine Übungsleiter-Ausbildung schloss er 1972 in Essen erfolgreich ab, erhielt dann die Trainer-B-Lizenz und war 1979 einer der ersten A-Lizenz-Trainer im DRV. Fortbildungsseminare, Trainerkolloquien und Rudersymposien stellten sicher, dass neueste Erkenntnisse der Sportwissenschaft in die Trainingspraxis unseres Vereins einfließen konnten. Neben der Trainertätigkeit im RK Kurhessen und dann bis 1995 im RV Kurhessen-Cassel war Helmut Eberhardt auch Trainer der Renn-Ruder-Union Kassel und im HRV Regionaltrainer für Hessen-Nord. Er betreute außerdem Schulmannschaften, die erfolgreich bei „Jugend trainiert für Olympia“ an den Start gingen.

Man muss es nicht zweimal lesen: Helmut war 25 lange Jahre Trainer bei Kurhessen, Tag für Tag, bei Wind und Wetter, ein Mann für alle Bereiche des Trainings und Regattawesens, angefangen von den Meldungen zu den Regatten, Bootsverladung, Regattabetreuung, Regattaberichte verfassen, Siegerstatistik fortführen, Wintertraining leiten… Und das alles ohne besonderes Honorar durch den Verein, im Gegenteil, er hat sicher ohne Erwähnung manche D-Mark dazu gelegt. Ein Sportsgeist im echten Sinn.

Es war ihm aber immer wichtig, seine Kenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben, sowohl in der Sportlehrerausbildung als auch bei Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel. Hier sei einer seiner Leitsprüche angefügt: „Es ist nicht verboten und kann hilfreich sein, über den Zaun zu blicken. Aber hüten sollte man sich vor jeder unkritischen Übernahme.“

Für seine Verdienste um den Rudersport erhielt Helmut Eberhardt die goldene Ehrennadel unseres Vereins, die silberne Ehrennadel des HRV und wurde im Jahr 2011 zum Ehrenmitglied des RV Kurhessen-Cassel ernannt. In diesem Zusammenhang gilt unser Dank auch seiner Ehefrau Margot, ohne die er viele der genannten Leistungen wahrscheinlich so nicht hätte erbringen können. Wir wünschen ihm für die Zukunft auch im Kreis seiner Familie mit vier Enkelkindern alles Gute und stets außerordentlich viel Freude an unserem schönen Rudersport.

Die Redaktion

Ruder-Blätter

Torsten Brüggemann

Torsten Brüggemann, der seit Jahren verdienstvoll, meist im Verborgenen, als Bootswart arbeitet, verdient es, hier erwähnt und belobigt zu werden. Im materiellen Bereich erledigt sich nichts von selbst, will man die Dinge erhalten. So sind es nicht nur die größeren Bootsschäden, die sachkundig und zeitaufwendig repariert werden müssen, auch die „kleineren“ Arbeiten kosten viel Zeit.