Archiv des Autors: Dieter Haß

Erste Regattasiege 2017

Sascha Richter, Daniel Richter, Luis Holzhauer und Jan Böe konnten bei der 47. Aasee-Ruder-Regatta in Münster am 22. und 23. April 2017 die ersten Saisonsiege für den RV Kurhessen-Cassel errudern. Sie gewannen ihre beiden Rennen im Männer-Doppelvierer A I.

Herzlichen Glückwunsch!

Es ging nicht ganz bis zur Mitternacht

Johanna Wenzel hatte zum Mitternachtsrudern am 20. Juni eingeladen. Um 21 Uhr fand sich mit Bettina, Roland, Heide, Dieter, Helmut, Margot und Johanna ein reduzierte Achter zusammen, der sich auf die Fahrt machte. IMG_4946An der Neuen Mühle war es immer noch recht hell, doch wurde es dann rapider dunkler, so dass wir dann vor der Stadtschleuse nächt­liche Begegnungen hatten. IMG_4950Die Fahrt abwärts führte an vielen Boots­häusern, in denen mehr oder weniger heftig gefeiert wurde, vorbei. Der an­schlie­ßende Um­trunk bei uns wurde leider ausgelassen, da unsere Gruppe mit der im eigenen Bootshaus gespielten Musikrichtung und deren Lautstärke nicht zu koordinieren waren.

Dieter Haß

Portrait: Nikolai Schwab

Nikolai Schwab

Nikolai Schwab

Wer den Mann mit den rotblonden Haaren und der schwarzen Flüstertüte schon im Motorboot an sich hat vorbeiflitzen sehen, muss sich jetzt daran gewöhnen, dass das öfter vorkommt. Insasse des Bootes „Piep“ ist nämlich unser neuer Vereinstrainer Nikolai Schwab. Seit Mitte August ist er für uns und unseren Verein stets zur Stelle und verschafft sich den Überblick über sein neues Trainingsrevier. Natürlich wollen auch wir wissen, mit wem wir es da eigentlich zu tun haben. Nikolai hat dafür Verständnis und plaudert von sich aus munter drauf los.

26 Jahre alt ist er und wohnt in Wetzlar. Dort ist er als Vertriebslogistiker angestellt. Vier Mal pro Woche kommt er zu uns, nur weil ihm unser schönes, neues Motorboot so gut gefällt. Damit heizt er dann jung und alt hinterher und gibt jeder aktiven Trainingsgruppe seine hilfreichen Tipps. Zwischendrin grüßt er Kanufahrer und ist für einen Smalltalk und ein Späßchen zu Wasser und zu Lande immer zu haben.

Aber was will ein ehemaliger Handballtrainer uns eigentlich vom Rudern erzählen? Ganz viel! Denn Nikolai ist seit seinem 13. Lebensjahr leidenschaftlicher Wassersportler. Rudern erlernte er bei dem Alt-Kasseler Marc Krömer, der bald darauf zu seinem Mentor wurde. Der legte dann auch den Grundstein für Nikolais Trainerkarriere. Aber wer Trainer sein will, muss auch selbst entsprechende Rudererfolge vorweisen. Die Palette bei Nikolai ist breit und reicht von der hessischen Auswahlmannschaft und später der süddeutschen Auswahlmannschaft jeweils im Achter, Vierer ohne St. und im Zweier ohne St., über Landes- und Bundesmeisterschaften und Jugend trainiert für Olympia. Dabei war er sowohl national als auch international erfolgreich unterwegs. 2009 startete er in der ersten Saison der Ruder-Bundesliga in der 2. Liga Männer und fuhr dort mit seiner Mannschaft „Wetzlar Optik“ ganz vorne mit.

Die Traineraktivität begann schließlich in seinem Heimatverein in Wetzlar unter den Fittichen von Marc Krömer, bevor er sich entschied, sich in anderen Sportarten zu versuchen und Handballtrainer wurde. Er arbeitete mit hochqualifizierten Trainern zusammen, die ihm halfen, sich mannschaftssportlich, sportpsychologisch und zwischenmenschlich weiterzuentwickeln. Mit seinen dort erworbenen Fähigkeiten im Gepäck kehrte er zum Rudersport zurück und trainierte in den vergangenen zwei Jahren die aktiven Ruderer des RRK Rüsselsheim. Und auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist er schließlich bei uns gelandet.

Die Priorität unseres neuen Trainers liegt ganz klar darin, die Leistungsqualität des Vereins zu steigern und damit auch bundesweit zu einer besseren Außenwirkung beizutragen. Spaß, gute Laune und Begeisterung für den Sport werden beim harten Training stets mit transportiert. Projekte hat Nikolai dabei viele. Zum Beispiel wird er sich intensiv um den Nachwuchs kümmern und die Junior-RBL Mannschaften trainieren. Auch einen Männer-Achter soll es in der nächsten Saison wieder geben. Außerdem übernimmt er alle Jugendsportgruppen im Kleinboot. Das schöne ist, dass Nikolai nicht nur den Spitzensport unterstützen wird, sondern auch im Breitensport mit Rat und Tat für jedermann zur Verfügung steht, der im Rennboot Technik und Fertigkeiten verbessern will.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und hoffen auf eine erfolgreiche Ruderzukunft mit Nikolai Schwab!

Trainingszeit „Rennboot für Breitensportler“ mit Nikolai:

Samstag 13:00 – 15:00 Uhr

Dorothea Kadenbach

7. Star-Care-Regatta und 1. Sprint-Stadtmeisterschaft

Nachdem die Prodyna-RBL 2013 am 17.08.2013 in Kassel ausgetragen wurde, hatten die Kasseler Wassersportbegeisterten noch lange nicht genug. Am Folgetag, dem 18.08.2013, wurde im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Stadt Kassel die 7. Star-Care-Regatta ausgetragen. In Anlehnung an das RBL-Format wurden alle Rennen unter dem Motto „die Fulle brennt“ auf 350m ausgefahren. Auch der RKC war in unterschiedlichen Besetzungen und Alterstufen vertreten:

  • Einer: Maik Feldmann, Oliver Quickert, Laura Böe, Friederike Reißig
  • Vierer Ü 65: Reinhard Kaernbach, Waldemar Müller-Ruhe, Peter Dürer, Rudi Weißmann, Stfr. Margot Eberhardt
  • Mixed-Gig 4x+: Marlon Schrimpf, Maike Schulz, Johanna Wenzel, Roland Wenzel, Stfr. Dorothea Kadenbach
  • Mixed-Gig-8x+: Matthias Engelke, Marcus Böth, Marlon Schrimpf, Oliver Quickert, Heinz-Henning Seute, Alexander Smetanin, Bastian Lehmann, Gert Perzig, Stfr. Dorothea Kadenbach

Unsere Vereinsmitglieder Dörte Flaschmann und Bastian Lehmann traten zudem mit ihren Kollegen für die Alexander-Schmorell-Schule und Arne Baumgärtner u. a. für Creditfreform an.

Dorothea Kadenbach

 

Ruderbundesliga in Kassel

Drei Junioren-/innenruderboote aus Kassel für die Junior-Prodyna-Ruder-Bundesliga heißt nicht nur, dass die schnellsten Vereinsachter Deutschlands gegeneinander auf der 350m Sprintstrecke antreten, sondern auch, den Nachwuchs zu fördern. Junge Ruderinnen und Ruderer sollen dauerhaft für die Königsdisziplin des Rudersports begeistert werden. Die Prodyna-Junior-Ruder-Bundesliga bietet dafür die passende Plattform. In Kassel wurde genau dies als Chance erkannt und die Aufgabe der Nachwuchsarbeit ernst genommen. Seit 2011 existiert das Nachwuchsformat der Ruder-Bundesliga und Kassel war von Anfang an dabei. Während 2011 und 2012 die Kasseler Renngemeinschaften des RV Kurhessen-Cassel 1890/1911 (RKC) und des Friedrichsgymnasiums (FG) jeweils mit zwei Booten an den Start gingen, fanden sich in diesem Jahr schon drei der insgesamt sechs gestarteten Mannschaften auf dem Siegertreppchen ein. Die Hälfte der Athleten/-innen der deutschlandweit ausgetragenen Junior-RBL stammte aus Kassel und dient damit als Indikator und Gütesiegel für die Nachwuchsarbeit der Kasseler Rudervereine. Aber die Kasseler sind im bundesweiten Wettbewerb nicht nur zahlreich vertreten, sondern sie sind auch professionell. So wurden zwei der Junioren-Achter durch Creditreform gesponsert, und einer von Mercedes-Benz. Schön ist es zu sehen, dass sowohl Jungen als auch Mädchen gefördert werden. So starteten zwei Boote im Junioren-Bereich und eines in der Juniorinnenliga. Um die Kräfte der Jüngeren nicht allzu sehr zu strapazieren, hat die Junior-RBL nicht fünf Renntage, sondern zwei. 2013 wurden diese in Duisburg und Kassel ausgetragen. Wieder rückt das Augenmerk auf Kassel. Denn die documenta-Stadt ist nicht nur Athleten-Ausbilder, sondern auch Veranstalter. Viel Organisatorisches ist dabei unserem Verein zu verdanken. Denn als größter Verein der Stadt kann der RKC auch die besten Mittel zur Verfügung stellen. Der RKC mischt an vielen Stellen mit. Nun bleibt noch die Frage offen, wie denn die rennsportliche Erfolgsquote aussieht. Auf einem souveränen zweiten Platz etablierte sich schon am ersten Renntag in Duisburg der Creditreform-Achter der Junioren. Die direkte Kasseler Konkurrenz von Mercedes-Benz musste sich hingegen mit Platz vier zufrieden geben. Während Creditreform den zweiten Platz am zweiten Renntag in Kassel halten konnte, schaffte es der Mercedes-Benz-Achter, sich auf den dritten Platz hochzuarbeiten und sicherte sich so den dritten Platz in der Endwertung.

RBL-Siegerehrung Junioren

RBL-Siegerehrung Junioren

Damit erhielten beide Kasseler Mannschaften einen Platz auf dem Siegertreppchen und verbreiteten ihre gute Laune am Ufer und in der Stadt. Ebenfalls einen zweiten Platz holten die Juniorinnen: Dem Juniorinnen-Creditreform-Achter gelang es nicht, sich gegen die starke Konkurrenz aus Heidelberg durchzusetzen. Obwohl sie den Heidelberger Achter kräftig jagten, schafften sie es nicht, an ihm vorbeizuziehen. Als Kompensation hierfür erhielten sie aber eine wohlverdiente Silbermedaille.

RBL-Siegerehrung Juniorinnen

RBL-Siegerehrung Juniorinnen

Auch diese Leistung muss immer anhand der Umstände gemessen werden: Die Juniorinnen-Mannschaft wurde eher kurzfristig zusammengestellt und konnte sich nicht so gut vorbereiten wie die Konkurrenz. Umso schöner ist es zu sehen, dass Kassel die Kapazitäten hat, ‚einfach mal so’ einen Juniorinnen-Achter zusammen zu trommeln. Schön ist es auch zu sehen, dass die Junioren des FG ebenso erkannt haben, dass die größte Förderung im größten Verein möglich ist. So sind fast alle Junioren des Creditreform-Achters in den RKC eingetreten. Aber wie geht es weiter? Ab jetzt sind alle Augen auf unseren neuen Vereinstrainer Nikolai Schwab gerichtet, der die Mannschaften weiter trainieren wird.

Dorothea Kadenbach

 

Friederike Reißig ist Vizeweltmeisterin: Silber auf der U19-Weltmeisterschaft in Trakai (Litauen)

Dorothee Beckendorf und Friederike wünschen sich vor dem Start Glück

Dorothee Beckendorf und Friederike wünschen sich vor dem Start Glück

Siber für den deutschen Juniorinnen-Achter mit Steuerfrau

Siber für den deutschen Juniorinnen-Achter mit Steuerfrau

Siegerehrung - Silbermedaille für den deutschen Juniorinnen-Achter mit Steurerfrau

Siegerehrung – Silbermedaille für den deutschen Juniorinnen-Achter mit Steurerfrau

Die Juniorinnen-Achtermannschaft des deutschen U19-Nationalteams im DRV jubelt und strahlt: Nach einem steinigen Kampf mit Höhen und Tiefen erruderte sie den zweiten Platz in der Juniorinnen-Weltrangliste. Auch unsere Rennruderin Friederike Reißig trug zu diesem Erfolg bei. Seit Anfang August befand sich die Abiturientin am Austragungsort in Trakai, wo sie erst das sorgfältig ausgewählte Nationalteam kennen lernte und sich auf den Wettkampf vorbereitete. Monatelang nahm Friederike Reißig an verschiedenen Regatten teil, um sich für die U19-Weltmeisterschaft in Trakai zu qualifizieren. Die Konkurrenz war hart, das Wintertraining bitter, Friederike oft verletzt. Doch die Bissfestigkeit der Kasselerin hat sich nun ausgezahlt, denn die 18-Jährige wurde schließlich für die Deutsche Nationalmannschaft aufgestellt und hat dort bewiesen, dass dies die richtige Entscheidung war. Es ist ein tolles Gefühl, sich mit den weltbesten seiner Altersklasse messen zu können, besonders, wenn man wie Friederike für die Königsdisziplin im Achter nominiert wird.

Der Wettkampfstart war für sie ein Abbild ihrer durchwachsenen Saison: Verhalten war der Vorlauf, obwohl sich die junge Mannschaft fest vorgenommen hatte, direkt von hier aus ins Finale einzuziehen. Doch nachdem das Team dort seinen zunächst gewonnenen Vorsprung nicht halten konnte und die Konkurrenz aus Rumänien und Italien auf der zweiten Streckenhälfte an den Deutschen vorbeizog, mussten sie im Hoffnungslauf um den Einzug ins Finale bangen. Hier ließen die Juniorinnen am Folgetag jedoch ihren Kräften freien Lauf und siegten souverän.

Spannend blieb es bis zum Schluss am Sonntag, 11.08.2013, an dem das Finale der Achterrennen ausgetragen wurde. Nachdem die deutsche Mannschaft es gleich nach dem Start schaffte, sich an die Spitze zu setzen, kam das Flaggschiff aus Rumänien nach der 250-Meter-Marke gefährlich nahe und überholte schließlich. Auch die Italienerinnen sagten den Deutschen im Endspurt entschieden den Kampf an und zogen fast auf gleiche Höhe. Steuerfrau Larina Hillemann handelte schnell, spornte ihre Mädels zu Höchstleistungen an und holte auf den letzten Metern alles aus ihrer Mannschaft heraus. Durch diese Leistung konnten die Deutschen ihren Rang halten und beendeten das Rennen über 2000m mit einer wohlverdienten Silbermedaille und knapp zwei Sekunden Vorsprung vor den Italienerinnen.

Besetzung (von Bug nach Heck): Leonie Neuhaus, Julia Barz, Alia Kone, Annika Jacobs, Josephine Eich, Friederike Reißig, Dorothee Beckendorff, Lisa Quattelbaum und Steuerfrau Larina Hillemann

Ergebnis Finallauf:

1. ROU (6:27,79), 2. Deutschland (6:31,03), 3. ITA (6:32,59), 4. BLR (6:37,63), 5. USA (6:40,20), 6. CHN (6:45,57)

Insgesamt war die U19 WM 2013 für Deutschland ein voller Erfolg. Vier mal Gold und einmal Silber brachten die Juniorinnen und Junioren der deutschen U19-Nationalmannschaft nach Hause. Besonders glorreich siegten dabei die Athleten des Junioren-Achters und holten Gold im knappsten Rennen aller Zeiten (rudern.de berichtet).

Dorothea Kadenbach

DHM Rudern mit Kasseler Beteiligung

Am vergangenen Wochenende wurde die 66. DHM Rudern auf der Regattastrecke in Brandenburg ausgetragen. Gegenüber dem vergangenen Jahr konnte ein beachtlicher Teilnehmerzuwachs von 25% verzeichnet werden. Entgegen dieser Entwicklung stellte sich die  Universität Kassel nach vielen Jahren starker Beteiligung nur im Männer-Einer der Konkurrenz. Im außergewöhnlich starken 18-Bootefeld starteten neben dem amtierenden Olympiasieger im Doppelvierer, Philipp Wende, auch Dr. Maik Feldmann als Vertreter der Universität Kassel. Im Vorlauf ohne Favoritenbeteiligung konnte sich der Leichtgewichtsruderer souverän bei den Schwergewichten für das Halbfinale qualifizieren, in dem er dann auf Philipp Wende und den Vorjahressieger, Max Röger, traf. Bei starkem Wind kämpfte Feldmann bis 600 m mit Röger um den dritten Platz, der für einen Finaleinzug notwendig war. Schlussendlich reichten die Kräfte nicht für das A-Finale. Im B-Finale musste er den Tribut des 40 Minuten zuvor gefahrenen Halbfinals zollen und erreichte mit guter Zeit den undankbaren 11 Platz.

Friederike Reißig schafft WM-Qualifikation

Vom 20.-23. Juni ging es bei Friederike Reißig des RV Kurhessen-Cassel 1890/1911 um
alles: In Köln kämpfte sie auf den Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern um die Qualifikation für die Junioren-WM in Trakai (Litauen). Dort trat sie im Riemen-Vierer ohne
Steuerfrau des Südteams zusammen mit ihren Partnerinnen Svenja Schomburg, Sophie
Oksche und  Annika Jacobs aus Hanau und Ingolstadt an. Bei extrem windigem Wetter und
schwierigen Bedingungen wurde in einem spannenden Lauf der 3. Platz erreicht. Damit ist der Einzug in die Junioren WM geschafft.

Nach dieser durch Krankheiten sehr durchwachsenen Saison ist dieser dritte Platz ein
zufriedenstellendes Ergebnis. Trainer Matthias Kielhorn kommentierte: „Die harte
Arbeit im Winter hat sich nun ausgezahlt. Nachdem Friederike Ende des Winters die
Qualifikationsnorm auf dem Ruderergometer erbracht hat, konnte sie sich die endgültige
Nominierung nun durch eine solide Leistung auf dem Wasser sichern.“ Nach einem
anderthalb Monate langen Vorbereitungslehrgang nimmt Friederike dann vom 4. bis 12.
August an der Junioren-WM in Trakai teil.